06 May 2026, 16:19

Wirtschaftskritik am Koalitionsjubiläum: Familienunternehmen warnen vor Bürokratie und Standortflucht

Offenes Buch mit handgeschriebener genealogischer Familiengeschichte

Wirtschaftskritik am Koalitionsjubiläum: Familienunternehmen warnen vor Bürokratie und Standortflucht

Stiftung Familienunternehmen und Politik kritisiert Bundesregierung scharf zum ersten Jahrestag der schwarz-roten Koalition

Rainer Kirchdörfer, Vorstandsmitglied der Stiftung Familienunternehmen und Politik, warnt, dass die deutsche Wirtschaft kontinuierlich an Kraft verliere und das exportgetriebene Modell damit in Gefahr sei. Seine Äußerungen spiegeln die wachsende Frustration unter Unternehmensführern wider, deren Erwartungen enttäuscht wurden und die sich mit verschlechterten Rahmenbedingungen konfrontiert sehen.

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Kirchdörfer betonte zwei zentrale Ressourcen für Deutschlands Zukunft: familiengeführte Unternehmen und junge Talente. Beide Gruppen bräuchten dringend bessere Rahmenbedingungen, um sich entfalten zu können. Doch statt Unterstützung sehen sich Unternehmen mit wachsender Bürokratie und Kritik konfrontiert, wenn sie Investitionen ins Ausland verlagern – obwohl sie eigentlich in Deutschland bleiben möchten.

Die Stiftung, die über 600 mittelständische und große Familienunternehmen vertritt, hatte gehofft, dass die Koalition regulatorische Belastungen abbauen würde. Doch Kirchdörfer sieht kaum Fortschritte. Stattdessen erhöhe die Regierung die Ausgaben nicht nur nicht, sondern suche nach neuen Steuerquellen – ohne entlastende Maßnahmen für kämpfende Betriebe.

In der Handelspolitik warnte er, dass die USA die Planbarkeit untergraben, während Europa in bürokratischen Hemmnissen steckenbleibe. Angesichts der schwächer werdenden deutschen Wirtschaft sei Scheitern für die Politik keine Option mehr, so Kirchdörfer. Die nächste Generation verdiene bessere Chancen, die Zukunft des Landes mitzugestalten.

Seine Aussagen unterstreichen die tiefgreifenden Sorgen um den wirtschaftlichen Kurs Deutschlands. Familienunternehmen würden durch fehlende inländische Perspektiven zunehmend ins Ausland gedrängt, erklärte er. Ohne dringende Reformen riskiere das Land einen weiteren Rückgang seiner Exportwettbewerbsfähigkeit und langfristigen Wachstumschancen.

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