21 March 2026, 00:30

Wolf reißt Nutztiere im Schwarzwald – Landwirte ohne Schutzmaßnahmen betroffen

Schwarzes und weißes Foto einer Herde von Rindern, die auf einer bewaldeten Fläche grasen, umgeben von Bäumen und Text am unteren Rand.

Wolf reißt Nutztiere im Schwarzwald – Landwirte ohne Schutzmaßnahmen betroffen

Wolf greift Nutztiere in Baden-Württemberg an – blutige Spur durch den Schwarzwald

Ein Wolf hat in Baden-Württemberg Nutztiere gerissen und dabei eine blutige Spur durch den Schwarzwald hinterlassen. Die Vorfälle in Schluchsee und Lenzkirch sorgen bei Anwohnern für Besorgnis, doch Behörden betonen, dass solche Angriffe weiterhin selten seien.

Das Land bestätigte nach genetischen Untersuchungen, dass der Wolf für den Tod mehrerer Schafe und eines Kalbs verantwortlich ist.

Die jüngsten Attacken begannen, als in Schluchsee mehrere Schafe tot aufgefunden wurden, während andere so schwer verletzt waren, dass sie eingeschläfert werden mussten. Auch ein Kalb in der nahegelegenen Gemeinde Lenzkirch fiel demselben Raubtier zum Opfer. Tests des Umweltministeriums wiesen in beiden Fällen einen Wolf als Verursacher nach.

Landwirte in den betroffenen Gebieten hatten jedoch keine staatlich geförderten Schutzmaßnahmen wie Elektrozäune oder Herdenschutzhunde eingesetzt. Solche Hilfsmittel stehen im Wolfspräventionsgebiet Schwarzwald zur Verfügung, wurden vor den Angriffen aber nicht genutzt. Experten beschreiben das Verhalten als typisch für einen jungen Wolf, der sein Revier erkundet.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Seit 2019 lebt ein Wolf in der Nähe von Schluchsee, dessen Anwesenheit bereits länger für Unbehagen sorgt. Die Behörden verweisen jedoch darauf, dass laut den aktuellsten Daten vom März 2026 im Jahr 2023 nur vier Wölfe als dauerhafte Bewohner in Baden-Württemberg registriert waren. Gleichzeitig versichern sie, dass ein wirksamer Herdenschutz das Risiko deutlich verringere.

Da Wölfe nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt sind, ist eine Tötung nur erlaubt, wenn ein Tier wiederholt angemessene Schutzvorkehrungen überwunden hat – mindestens zweimal. Bis dahin haben nicht-tödliche Abschreckungsmethoden Vorrang.

Das Land bietet Landwirten weiterhin Unterstützung an, um künftige Angriffe zu verhindern. Elektrozäune und Herdenschutzhunde haben sich bei korrekter Anwendung als wirksam erwiesen. Die Behörden beobachten die Lage weiterhin genau und rufen Tierhalter dazu auf, die verfügbaren Schutzmaßnahmen zu nutzen.

Quelle