Wolfenbüttel senkt als Erste in Niedersachsen die Kinderzahl pro Kita-Gruppe
Kazim HoffmannWolfenbüttel senkt als Erste in Niedersachsen die Kinderzahl pro Kita-Gruppe
Wolfenbüttel ist die erste Kommune in Niedersachsen, die die Zahl der Kinder pro Kita-Gruppe reduziert. Der Stadtrat beschloss die Maßnahme im Rahmen eines langfristigen Plans zur Bewältigung sinkender Geburtenraten. Die Änderungen treten im Kindergartenjahr 2026/2027 in Kraft.
Die Entscheidung folgt Forderungen von Kita-Leitungen und Eltern nach kleineren Gruppengrößen. In Krippegruppen wird es künftig maximal 14 Kinder geben – weniger als bisher. Kindergartengruppen werden auf 24 Kinder begrenzt, während die Offene Ganztagsschule nicht mehr als 19 Kinder pro Gruppe zulassen wird.
Die Maßnahme ist Teil des Demografieprogramms "Chancen 2030" der Stadt, das auf den Rückgang der Kinderzahlen reagiert. Die Verantwortlichen argumentieren, dass weniger Kinder pro Gruppe es dem Personal ermöglichen, individueller auf die Bedürfnisse einzugehen. Der Rat stimmte dem Plan mit nur zwei Enthaltungen zu, beide von der AfD.
Bisher hat keine andere Kommune in Niedersachsen eine solche Reduzierung offiziell per Ratsbeschluss umgesetzt. Wolfenbüttel geht damit als Vorreiter in der Region voran, wenn es darum geht, die frühkindliche Bildung an demografische Veränderungen anzupassen.
Die neuen Obergrenzen gelten ab dem Schuljahr 2026/2027. Kitas müssen sich nun auf kleinere Gruppen einstellen – betroffen sind Krippe, Kindergarten und die Offene Ganztagsschule. Die Entscheidung markiert einen konkreten Wandel in der frühkindlichen Bildungspolitik der Stadt angesichts des Bevölkerungsrückgangs.






