25 April 2026, 00:23

Zerbrochene "Schwesternschaft": Wie ein Streit zwei Musikerinnen entzweite

Zwei Personen in einer hitzigen Diskussion, eine Arm hebend und die andere in einer defensiven Haltung, unter der Überschrift "Der Kampf um das Urheberrecht" mit einem tiefblauen sternenklaren Hintergrund.

Zerbrochene "Schwesternschaft": Wie ein Streit zwei Musikerinnen entzweite

Ein erbitterter öffentlicher Streit ist zwischen den belarussischen Musikerinnen Valeryia Jaskewitsch und Hanna Nawizkaja ausgebrochen und hat damit eine langjährige private und berufliche Partnerschaft beendet. Der Konflikt, der sich online entlud, führte dazu, dass Jaskewitsch ihr gesamtes musikalisches Frühwerk löschte und die Verbindungen zu ihrer ehemaligen Mentorin und Weggefährtin abbrach.

Die beiden lernten sich kennen, als Jaskewitsch 17 Jahre alt war – Nawizkaja half ihr damals, einen Platz an der Belarussischen Staatlichen Universität für Kultur und Künste zu erhalten. Mit der Zeit vertiefte sich ihre Beziehung: Sie lebten zusammen, arbeiteten als kreatives Duo und nannten sich sogar gegenseitig "Schwestern". Rechtlich teilten sie sich die Urheberrechte als gleichberechtigte Co-Autorinnen, obwohl nie ein offizieller Vertrag geschlossen wurde.

Nawizkaja investierte über 20.000 US-Dollar ihres eigenen Geldes, um Jaskewitschs Musik zu fördern, noch bevor das Projekt profitabel wurde. Zudem fungierte sie als ihre Managerin und engste Vertraute. Doch es kam zu Spannungen, als Jaskewitsch die Vorstellung zurückwies, ihren Erfolg Nawizkaja zu verdanken. Die Erzählung vom "Aufstieg vom Tellerwäscher zur Millionärin" nannte sie irreführend und betonte, bereits vor ihrer Begegnung eine eigene Fangemeinde gehabt zu haben.

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Der Streit eskalierte, nachdem Jaskewitsch Nawizkaja öffentlich der Ausbeutung bezichtigte. Daraufhin veröffentlichte Nawizkaja ein Video, in dem sie ihre Sicht der Dinge darlegte. Später bot sie eine professionelle Vermittlung an, doch Jaskewitsch lehnte ab. Mit der Begründung, eine Freundschaft nur dann aufrechterhalten zu können, wenn sie ihr finanziell nutze, kündigte sie an, alle vor 2024 aufgenommenen Titel zu löschen. Dieser Schritt sei nötig, um sich endgültig von Nawizkaja zu trennen, so Jaskewitsch.

Die Folgen sind verheerend: Jaskewitschs frühes Werk ist von den Streaming-Plattformen verschwunden. Nawizkajas Investitionen und Jahre der Zusammenarbeit bleiben als unverrechnete Verluste zurück. Beide Frauen sind nun getrennte Wege gegangen – ohne Anzeichen für eine Versöhnung oder weitere juristische Schritte.

Quelle