ZF Friedrichshafen plant radikale Umstrukturierung mit massivem Stellenabbau bis 2028
Niko CichoriusZF Friedrichshafen plant radikale Umstrukturierung mit massivem Stellenabbau bis 2028
ZF Friedrichshafen kündigt umfassende Umstrukturierung an, um sich an veränderte Marktbedingungen anzupassen. Das Unternehmen plant, seine Geschäftsbereiche zu straffen, die Belegschaft in Deutschland zu verringern und die Effizienz in Schlüsselsegmenten wie elektrifizierten Antriebstechnologien zu steigern.
Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund einer nachlassenden Nachfrage nach Elektrofahrzeugen und eines zunehmend härteren Wettbewerbs in der Branche. ZF will seine Konzernstruktur neu ausrichten, um die Bereiche Nutzfahrzeugtechnik, Fahrwerkstechnologien, Industrietechnik und Aftermarket zu stärken. Ein zentraler Bestandteil des Plans ist die Zusammenlegung deutscher Standorte zu mehreren regionalen Netzwerken. Diese Konsolidierung soll ein effizienteres Produktionssystem schaffen und die Forschung sowie Entwicklung optimieren.
Darüber hinaus beabsichtigt ZF, die Zahl seiner Beschäftigten in Deutschland von derzeit etwa 54.000 auf 11.000 bis 14.000 bis Ende 2028 zu reduzieren. Die genaue Zahl hängt von der Marktentwicklung und den standortspezifischen Gegebenheiten ab. Das Unternehmen betonte, im Rahmen des Übergangs sozialverträgliche Lösungen für die betroffenen Mitarbeiter anzustreben.
Der Bereich Elektrifizierte Antriebstechnologien wird einer gründlichen Überprüfung seiner Abläufe, Prozesse und Strukturen unterzogen. Zudem könnte ZF neue Partnerschaften und Kooperationen im Bereich der E-Mobilität eingehen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Vorstandsvorsitzender Dr. Holger Klein unterstrich, dass diese – wenn auch schwierigen – Entscheidungen notwendig seien, um die Zukunft des Unternehmens zu sichern.
Ziel ist es, ZF agiler aufzustellen, um schneller auf Marktveränderungen reagieren zu können. Durch die Anpassung der Kapazitäten an die erwartete Nachfrage will das Unternehmen seine Position als führender Zulieferer in der Automobilindustrie halten.
Die Umstrukturierung wird die Geschäftsaktivitäten von ZF in den kommenden fünf Jahren prägen. Arbeitsplatzabbau und Standortkonsolidierungen sollen die Effizienz steigern, dabei aber soziale Aspekte berücksichtigen. Die langfristige Strategie des Unternehmens zielt darauf ab, in einem sich rasant wandelnden Markt wettbewerbsfähig zu bleiben.






