13 April 2026, 10:19

AfD nutzt Messerangriffe in Berlin als zentrales Wahlkampfthema

Ein schildförmiges Polizeibädge mit "Polizei Berlin" in schwarzer fetter Schrift auf einem blauen Hintergrund mit einem weißen Stern und Rand, auf einer Oberfläche plaziert.

AfD nutzt Messerangriffe in Berlin als zentrales Wahlkampfthema

Die Berliner AfD bringt Messerangriffe im Wahlkampf auf die Agenda

Die rechtspopulistische Partei Alternative für Deutschland (AfD) in Berlin rückt die Messerkriminalität in den Mittelpunkt der Wahlkampfdebatten. Die Partei veröffentlichte eine Übersicht polizeilich erfasster Vorfälle und behauptet, diese zeige Lücken in der Transparenz der Regierung auf. Kritiker hingegen argumentieren, die Daten würden vor allem den Anstieg gewalttätiger Straftaten in der Hauptstadt belegen.

Mit einer neu veröffentlichten "Messer-App" dokumentiert die AfD Angriffe, Verletzungen und Tatorte auf einer interaktiven Karte. Demnach registrierte die Polizei im Jahr 2024 insgesamt 3.412 Messerangriffe – ein Anstieg um 5,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Partei wirft der Regierung vor, dass ein Abgleich der Polizeiberichte mit den offiziellen Kriminalstatistiken Ungereimtheiten offenbare.

Berlin bleibt eines der wenigen Bundesländer, das bei Messerangriffen die Nationalitäten der Tatverdächtigen nicht veröffentlicht. Die AfD-Fraktionsvorsitzende Kristin Brinker warf der regierenden Koalition vor, Informationen zu Gewaltdelikten zurückzuhalten. Die Partei kündigte an, ihre Übersicht künftig auf Schusswaffenkriminalität und Sexualstraftaten auszuweiten.

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Allein die waffenbezogenen Straftaten nahmen deutlich zu: 2025 verzeichnete die Polizei einen Anstieg um 68 Prozent bei Schusswaffenvorfällen. Die AfD fordert, die Behörden müssten mehr Daten – darunter auch die Nationalitäten der Tatverdächtigen – offenlegen, um die öffentliche Sicherheit zu verbessern.

Der Fokus der AfD auf Messerangriffe fällt in eine Phase, in der Berlin sich auf die anstehenden Wahlen vorbereitet. Mit der App und der erweiterten Kriminalitätserfassung will die Partei die Verantwortlichen zu mehr Transparenz drängen. Unterdessen bestätigen Polizeistatistiken einen kontinuierlichen Anstieg gewalttätiger Vorfälle in der Stadt.

Quelle