Alex Bex gewinnt mit "Erinnerungen an Staub" renommierten Fotografie-Preis
Niko CichoriusAlex Bex gewinnt mit "Erinnerungen an Staub" renommierten Fotografie-Preis
Der in Berlin ansässige Fotograf Alex Bex hat den dritten Platz in der Kategorie "Dokumentarfotografie" der Sony World Photography Awards 2025 gewonnen. Sein Langzeitprojekt "Erinnerungen an Staub" untersucht Männlichkeit in einer sich rasant wandelnden Welt. Eines seiner markantesten Bilder – ein rothaariger Junge – wurde sogar für die offizielle Marketingkampagne der Awards ausgewählt.
Bex, der französische und amerikanische Wurzeln hat, begann seine Karriere in der Musikbranche, bevor er vor acht Jahren zur Kunst- und Dokumentarfotografie wechselte. Sein Vater weckte seine Leidenschaft für das Handwerk. Für "Erinnerungen an Staub" nutzte er eine Nikon-Filmkamera, um Cowboys im amerikanischen Westen einzufangen – mit einem besonderen Fokus auf Texas und Nevada.
Nevada spielte eine zentrale Rolle im Projekt, da der Bundesstaat eng mit der Cowboy-Kultur verbunden ist. Seine Geschichte umfasst den Silberrausch des Comstock Lode in Virginia City in den 1860er-Jahren, das traditionsreiche National Cowboy Poetry Gathering in Elko sowie Geisterstädte wie Rhyolite – alles Symbole für die anhaltenden Mythen der amerikanischen Grenzregion.
Bex ist überzeugt, dass starke visuelle Erzählweisen für langfristige Dokumentarprojekte unverzichtbar sind. Zudem rät er Fotograf:innen, Klischees infrage zu stellen und einzigartige Motive zu suchen, um fesselnde Geschichten zu schaffen.
Die Auszeichnung der Sony World Photography Awards unterstreicht Bex' Fähigkeit, persönliche Perspektiven mit kultureller Erforschung zu verbinden. Sein Projekt reiht sich nun neben anderen führenden Dokumentararbeiten des Wettbewerbs 2025 ein. Die Serie zieht weiterhin Aufmerksamkeit auf sich – dank ihrer rohen, filmbasierten Darstellung von Männlichkeit im Wandel.






