30 March 2026, 22:21

Tragischer Zugunfall: Gänsefamilie in Markelfingen von Bahn erfasst

Familie von vier Gänsen, die in einer Reihe öffentlich auf einer Straße neben einem Zaun gehen, zwei Erwachsene in Sandalen gefolgt von zwei Gänsen, mit Pflanzen und Zaun im Hintergrund.

Tragischer Zugunfall: Gänsefamilie in Markelfingen von Bahn erfasst

Zwei Gänse mit Küken von Zug bei Markelfingen erfasst

Am 25. April wurden ein Gänsepaar mit seinen Jungen in der Nähe des Naturfreundehauses in Markelfingen von einem Zug erfasst. Die Bundespolizei warnt daraufhin vor den Gefahren, die Bahnstrecken für Wildtiere bergen. Die Behörden rufen die Bevölkerung dazu auf, nicht selbst einzugreifen, sondern bei Sichtungen von Tieren in Gleisnähe umgehend Hilfe zu alarmieren.

Die Gänse hielten sich mit ihrem Nachwuchs in unmittelbarer Nähe der Gleise auf, als sie von vorbeifahrenden Zügen erfasst wurden. Die Lokführer bremsten nach dem Zusammenstoß ab und fuhren vorsichtig weiter, doch die Altvögel überlebten den Unfall nicht. Ein Tierrettungsteam fand später ein überlebendes Gänseküken und nahm es in Obhut. Der Verbleib seiner Geschwister bleibt jedoch unklar.

Die Bundespolizei betont, dass Bahnanlagen extrem gefährlich sind – insbesondere, weil herannahende Züge fast geräuschlos sein können und lange Bremswege benötigen. Statt die Gleise zu betreten, sollte die Bevölkerung bei Gefahr für Tiere die Polizeileitstelle unter +49 7531 1288 - 0 kontaktieren. Für Medienanfragen steht Bettina Stahl von der Pressestelle des Bundespolizeiinspektion Konstanz zur Verfügung.

Offizielle Statistiken darüber, wie viele Gänse oder andere Wildtiere in den letzten Jahren durch Züge getötet wurden, gibt es nicht. Solche Vorfälle werden nur selten systematisch erfasst, was eine Einschätzung ihrer Häufigkeit erschwert.

Die Bundespolizei warnt weiterhin davor, Bahnanlagen zu betreten – selbst in Notfällen mit Tieren. Die Bevölkerung wird daran erinnert, dass die sofortige Benachrichtigung der Behörden der sicherste Weg ist. Das gerettete Gänseküken wird derzeit versorgt, während die Suche nach seinen vermissten Geschwistern weitergeht.

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