Baden-Württemberg macht Schulwege für Kinder sicherer und autofrei
Ein neues Landesprogramm in Baden-Württemberg hilft Kindern, sicherer zur Schule zu kommen. Mit der Initiative MOVERS – Aktiv zur Schule werden Schülerinnen und Schüler ermutigt, zu Fuß zu gehen, Fahrrad zu fahren oder mit dem Roller zur Schule zu kommen – statt auf das Auto angewiesen zu sein. Das Programm unterstützt zudem Schulen und Kommunen dabei, sichere Wege für Kinder zu schaffen.
Das Verkehrsministerium hat eine Verordnung erlassen, die regelt, wie Gemeinden Schulstraßen und Schulzonen einrichten können. Dazu gehören zeitweise Sperrungen bestimmter Straßen während der Bring- und Abholzeiten. Dauerhafte Schulzonen gehen noch einen Schritt weiter: Hier wird der motorisierte Verkehr komplett verboten, um Kindern mehr Sicherheit zu bieten.
Ziel des Programms ist es, Gefahren wie illegales Parken und Staus vor Schulen zu verringern. Gleichzeitig fördert es die Selbstständigkeit der Kinder, die so lernen, ohne Begleitung von Erwachsenen unterwegs zu sein. Die Kommunen erhalten fachkundige Beratung, detaillierte Leitfäden und Materialien, um die Maßnahmen umzusetzen.
Ab dem Schuljahr 2025/2026 wird das Programm erweitert: Es gibt mehr Schulstraßen, und ein Fahrradführerschein für Kinder wird eingeführt. Die Verordnung klärt rechtliche Anforderungen – etwa die korrekte Beschilderung und die Zusammenarbeit zwischen Behörden. Langfristig soll der Schulweg für Kinder in der gesamten Region gesünder, sicherer und nachhaltiger werden.
MOVERS gibt Kommunen klare Handlungsempfehlungen, um das Verkehrsrisiko rund um Schulen zu minimieren. Durch die Förderung von Zu-Fuß-Gehen und Radfahren helfen die Maßnahmen Kindern, sichere und selbstständige Mobilitätsgewohnheiten zu entwickeln. Die Ausweitung ab 2025 bringt weitere geschützte Routen und Fahrradtrainings an Schulen in Baden-Württemberg.






