Baden-Württemberg steckt seit drei Jahren in der Wirtschaftskrise fest
Niko CichoriusBaden-Württemberg steckt seit drei Jahren in der Wirtschaftskrise fest
Baden-Württembergs Wirtschaft kämpft seit drei Jahren in Folge mit Schwäche – 2023 brachte einen weiteren Rückgang
Die Wirtschaft in Baden-Württemberg steckt seit drei Jahren in der Krise, wobei 2023 erneut einen Rückschlag markierte. Das südwestdeutsche Bundesland belegt damit vorletzten Platz im Ländervergleich und schneidet nur noch besser ab als das Saarland. Während die deutsche Gesamtwirtschaft um 0,2 Prozent wuchs, verzeichnete Baden-Württemberg in zentralen Branchen weitere Einbrüche.
Im vergangenen Jahr schrumpfte die Wirtschaftsleistung des Landes erneut und setzte damit die Rezession fort, die bereits 2022 begonnen hatte. Die Region erbrachte Güter und Dienstleistungen im Wert von rund 667,1 Milliarden Euro – fast 15 Prozent der gesamten deutschen Wirtschaftsleistung. Trotz dieses hohen Anteils blieb das Wachstum schwach.
Besonders betroffen war der Industriesektor, der fast ein Drittel der regionalen Wertschöpfung ausmacht: Hier gab es einen realen Rückgang um 2,6 Prozent. Auch die Bauwirtschaft schrumpfte im Vergleich zum Vorjahr. Lediglich der Dienstleistungssektor verzeichnete einen leichten Anstieg mit einem Plus von 0,4 Prozent.
Auf Bundesebene verzeichnete Mecklenburg-Vorpommern mit einem Wachstum von 1,4 Prozent die stärkste Entwicklung. Baden-Württembergs schwache Performance steht dazu in krassem Gegensatz. Anhaltende Wirtschaftsschwäche führt oft zu Arbeitsplatzverlusten, Unternehmenspleiten und sinkenden Steuereinnahmen.
Die Rezession in Baden-Württemberg dauert nun bereits drei Jahre an. Mit schrumpfender Industrie und Bauwirtschaft sieht sich die Region weiterhin erheblichen wirtschaftlichen Herausforderungen gegenüber. Nur bescheidene Zuwächse im Dienstleistungsbereich brachten bisher begrenzte Entlastung.






