30 March 2026, 08:22

Baden-Württemberg verschärft Smartphone-Regeln an Schulen vor den Sommerferien

Eine Gruppe von Schülern sitzt in einem Klassenzimmer an Tischen mit Laptops, mit Taschen auf dem Boden und einer Wand mit Text links; Fenster und Türen sind im Hintergrund zu sehen.

Baden-Württemberg verschärft Smartphone-Regeln an Schulen vor den Sommerferien

Deutschland geht gegen die Nutzung von Smartphones in Schulen vor – Baden-Württemberg will die Regeln verschärfen. Noch vor den Sommerferien plant das Bundesland eine Änderung des Schulgesetzes, die alle Schulen verpflichten soll, eigene Richtlinien zu erarbeiten. Unterdessen treffen sich die Bildungsminister der Länder in Berlin, um über bundesweite Maßnahmen zu beraten.

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Hintergrund der Initiative sind wachsende Bedenken wegen nachlassender Konzentrationsfähigkeit, Cybermobbing und psychischer Belastungen, die mit der Handynutzung im Unterricht in Verbindung gebracht werden.

Bisher können Schulen in Baden-Württemberg selbst entscheiden, ob sie Smartphones einschränken – viele haben bereits teilweise oder vollständige Verbote eingeführt. Bildungsministerin Theresa Schopper (Grüne) will diese Regelungen nun verbindlich machen und sicherstellen, dass jede Schule altersgerechte Vorgaben festlegt.

Kritiker weisen darauf hin, dass Smartphones auch nützliche Zwecke erfüllen, etwa in puncto Sicherheit oder als Lernhilfe. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) betont, dass viele Schulen bereits eigene Leitlinien hätten. Studien zeigen jedoch, dass schon die bloße Anwesenheit eines Handys die Aufmerksamkeit und kognitive Leistung von Schülerinnen und Schülern beeinträchtigen kann.

Die Niederlande setzen auf einen anderen Ansatz: Statt gesetzliche Altersgrenzen für soziale Medien vorzuschreiben, empfehlen sie flächendeckend smartphonefreie Schulen. Zwar halten sich die meisten niederländischen Schulen an diese Vorgaben, die konkreten Maßnahmen variieren jedoch je nach Einrichtung.

In Deutschland soll die überarbeitete Gesetzgebung in Baden-Württemberg noch vor der Sommerpause verabschiedet werden. Die neuen Regeln verpflichten Schulen, eigene Smartphone-Politik zu definieren – die genauen Umsetzungen bleiben jedoch den einzelnen Einrichtungen überlassen.

Die Änderungen in Baden-Württemberg machen verbindliche Smartphone-Regelungen für alle Schulen verbindlich. Jede Institution entscheidet selbst, wie sie Beschränkungen umsetzt, und muss dabei Abwägungen zwischen Ablenkungsrisiken und praktischen Vorteilen der Geräte treffen. Die Ergebnisse der Berliner Konferenz könnten ähnliche Schritte in anderen Bundesländern anstoßen.

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