Berliner Philharmoniker vor historischem Umzug: Tempelhof oder ICC als Zwischenstation?
Kazim HoffmannBerliner Philharmoniker vor historischem Umzug: Tempelhof oder ICC als Zwischenstation?
Die Berliner Philharmoniker bereiten sich auf eine umfassende Sanierung vor, die 2032 beginnen soll. Das groß angelegte Projekt wird den Umzug des Orchesters in eine vorübergehende Spielstätte erfordern, während die Bauarbeiten stattfinden. Zwei mögliche Standorte stehen zur Diskussion: der historische Flughafen Tempelhof und das Internationale Congress Centrum (ICC).
Die Sanierung soll direkt im Anschluss an die Feierlichkeiten zum 150-jährigen Bestehen der Philharmoniker im Jahr 2032 beginnen. Geplant sind eine vollständige technische Modernisierung, verbesserte Brandschutzmaßnahmen sowie eine optimierte Backstage-Infrastruktur. Die legendäre Akustik des Großen Saals bleibt dabei unverändert.
Eine Machbarkeitsstudie bewertet den Flughafen Tempelhof als realistische Option für den achtjährigen Zwischenaufenthalt. Der Vorschlag sieht den Bau zweier neuer Konzerthallen in den Flugzeughangars vor – zu Kosten von 1,15 Milliarden Euro. Die interimistische Spielstätte muss rund 2.300 Zuschauer fassen und die hohen akustischen Anforderungen des Orchesters erfüllen.
Andrea Zietzschmann, Intendantin der Philharmoniker, äußert indes Bedenken hinsichtlich des ICC. Sie verweist auf den aktuellen Zustand des Gebäudes und die notwendigen umfangreichen Sanierungsarbeiten, bevor das Orchester dort gastieren könnte. Unklar ist, ob sie zum Baubeginn 2032 noch im Amt sein wird.
Die endgültige Entscheidung zwischen ICC und Flughafen Tempelhof liegt bei Berlins politischen Verantwortlichen und der neuen Regierung. Die Gesamtkosten für Sanierung und Umzug werden auf 1,15 Milliarden Euro geschätzt. Die interimistische Spielstätte muss bis 2032 bezugsfertig sein, um einen unterbrechungsfreien Spielbetrieb zu gewährleisten. Die Standortwahl wird maßgeblich den Zeitplan und die Umsetzbarkeit des Projekts prägen.
