30 June 2026, 22:17

Stromnetzausbau in Emmendingen: Kommunen und Netzbetreiber suchen dringend Lösungen

Das Stromnetz im Süden Baden-Württembergs erreicht seine Grenzen: Ausbau wird zur zentralen Herausforderung

Stromnetzausbau in Emmendingen: Kommunen und Netzbetreiber suchen dringend Lösungen

Regionaltreffen in Emmendingen: Netzbetreiber, Kommunen und Akteure beraten über dringenden Stromnetzausbau

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In Emmendingen kamen Netzbetreiber, lokale Behörden und weitere Beteiligte zu einer Regionalkonferenz zusammen, um die Herausforderungen beim Ausbau der Stromnetze zu erörtern. Im Mittelpunkt standen die wachsenden Anforderungen durch den steigenden Energiebedarf und den Ausbau erneuerbarer Energien. Die vom Regionalverband Südlicher Oberrhein organisierte Veranstaltung machte auf drängende Infrastrukturprobleme aufmerksam.

Vertreter aus Städten, Landkreisen und großen Netzbetreibern nahmen an der Sitzung teil. Viele Kommunen berichteten von einer stark gestiegenen Nachfrage nach Batteriespeichersystemen – ein Zeichen für das wachsende Interesse an Energielösungen.

Dr. Kai-Achim Klare, Vorsitzender des Regionalverbands, betonte die Notwendigkeit, Erzeugung, Netzkapazität, Speicherung und Verbrauch besser aufeinander abzustimmen. Großflächige Batteriespeicher standen dabei besonders im Fokus, da sie nach Angaben der Betreiber zusätzliche Belastungen für das Netz darstellen.

Ein zentrales Thema war zudem das Genehmigungsverfahren für neue Umspannwerke, Transformatorenstationen und Stromleitungen. Die Teilnehmer räumten ein, dass das Wachstum der erneuerbaren Energien sowie die steigende Nachfrage durch Wärmepumpen, Elektrofahrzeuge und neue Verbraucher die Netzentwicklung überfordern. Einige Wind- und Solarprojekte müssen bereits wegen unzureichender Netzkapazitäten verschoben werden, während Unternehmen Gefahr laufen, notwendige Anschlüsse nicht rechtzeitig zu erhalten.

Der Regionalrat Freiburg kündigte an, die Genehmigungsverfahren für den Netzausbau zu beschleunigen und zu vereinfachen. Die Konferenz unterstrich die Dringlichkeit einer schnelleren Abstimmung, um Engpässe zu vermeiden. Ohne gezielte Maßnahmen könnten sich Verzögerungen bei der Anbindung erneuerbarer Projekte und neuer Verbraucher weiter verschärfen.

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