13 April 2026, 12:21

Bielefelds neues Jugendjustizzentrum startet mit interdisziplinärem Konzept gegen Jugendkriminalität

Gruppe von Kindern auf einem Basketballfeld, die Papierbeutel halten und Gegenstände auf dem Boden rechts und eine Tafel mit Text links haben, vor einem Hintergrund aus Zaun, Pfosten, Straßenlaternen, Bäumen, Gebäuden, Hügeln und Himmel.

Bielefelds neues Jugendjustizzentrum startet mit interdisziplinärem Konzept gegen Jugendkriminalität

Neues Jugendjustizzentrum in Bielefeld eröffnet – achte Einrichtung dieser Art in Nordrhein-Westfalen

In Bielefeld hat offiziell ein neues Jugendjustizzentrum seine Türen geöffnet – die achte Einrichtung dieser Art in Nordrhein-Westfalen. Die feierliche Inbetriebnahme fand am 31. März 2026 durch Justizminister Dr. Benjamin Limbach, Innenminister Herbert Reul und Oberbürgermeisterin Dr. Christiana Bauer statt. Ziel der Einrichtung ist es, Jugendkriminalität mit klaren Regeln, engmaschiger Überwachung der Täter und individueller Betreuung entgegenzuwirken.

Im Zentrum arbeiten Fachkräfte aus verschiedenen Bereichen Hand in Hand: Beamte der Kriminalpolizeidirektion Bielefeld (Zuständig für Jugendkriminalität), Mitarbeiter des städtischen Jugendamts sowie Vertreter der Staatsanwaltschaft kooperieren unter einem Dach. Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit soll ein einheitliches Vorgehen bei der Betreuung von wiederkehrend auffälligen jungen Straftätern ermöglichen.

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Bei der Eröffnungsfeier betonte Innenminister Herbert Reul, das Projekt sei ein "zukunftsweisender Ansatz", um Jugendkriminalität nachhaltig zu reduzieren. Er unterstrich die Notwendigkeit, konsequente Kontrolle mit gezielter Hilfe zu verbinden. Justizminister Dr. Benjamin Limbach ergänzte, es gehe darum, frühzeitig einzugreifen und Jugendlichen den Weg in eine kriminelle Laufbahn zu verstellen, bevor sie sich verfestige.

Oberbürgermeisterin Dr. Christiana Bauer hob die Bedeutung des Zentrums für mehr Sicherheit und Lebensqualität in Bielefeld hervor. Die Bekämpfung von Jugenddelinquenz komme der gesamten Stadt zugute, so Bauer. Die Einrichtung ist nun voll einsatzbereit – die Mitarbeiter starten mit strukturierten Programmen zur Resozialisierung.

Das Bielefelder Jugendjustizzentrum reiht sich ein in ein Netzwerk von acht solchen Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen. Durch die Kombination aus konsequenter Ahndung und sozialpädagogischer Unterstützung soll es junge Straftäter dauerhaft aus der Kriminalität führen. Das Projekt steht für einen übergeordneten Ansatz: durch frühe Intervention sichere Nachbarschaften zu schaffen.

Quelle