Chaos beim Fusion-Festival: Ausschreitungen, Drogen und vorübergehende Schließung
Joachim RoseChaos beim Fusion-Festival: Ausschreitungen, Drogen und vorübergehende Schließung
Fusion-Festival bei Neustrelitz: Ausschreitungen und vorübergehende Schließung nach Sicherheitsvorfällen
Das Fusion-Festival in der Nähe von Neustrelitz erlebte in dieser Woche Turbulenzen, nachdem es vorübergehend ausgesetzt und von mehreren Sicherheitsvorfällen überschattet wurde. Die Behörden meldeten zahlreiche Straftaten, darunter Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, Sachbeschädigungen sowie einen Angriff auf einen Polizeibeamten während der Veranstaltung.
Am Donnerstagabend kam es zu Bränden, die die Veranstalter zwangen, alle Besucher auf einen nahegelegenen Flugplatz zu evakuieren. In dem entstandenen Chaos sollen mehrere Personen eine mobile Polizeistation mit Graffiti besprüht haben, wobei ein Schaden von schätzungsweise 500 Euro entstand.
Rund 70 Bundespolizisten waren am Bahnhof Neustrelitz im Einsatz, um die Lage zu überwachen. Bei stichprobenartigen Kontrollen auf dem Festivalgelände dokumentierten sie zehn Straftaten und einen Ordnungswidrigkeitsverstoß. Zudem leiteten Zollbeamte 24 Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und das Cannabiskonsumgesetz ein.
Drogenvorfälle stellten ein zentrales Problem dar: Die Polizei erstattete acht Strafanzeigen wegen Besitzes oder Handels mit Rauschgift und beschlagnahmte dabei Ecstasy-Tabletten, Kokain und Amphetamine. In der Umgebung führten Verkehrskontrollen zu 48 Fällen von Fahrern unter Drogeneinfluss. Bei einer Person stellte sich zudem heraus, dass sie sich illegal in Deutschland aufhielt.
Ein Beamter wurde bei dem Versuch, Beweismaterial zu filmen, angegriffen und erlitt leichte Verletzungen. Die Ermittlungen zu diesem Vorfall laufen noch.
Nach der Evakuierung wurde das Festival zwar fortgesetzt, doch die Behörden befassen sich weiterhin mit den Folgen der Vorfälle. Die Ermittlungen zu dem Angriff, den Drogendelikten und den Sachbeschädigungen dauern an.
