15 May 2026, 08:25

Chaos nach der Gala: Journalisten verlieren alles – und übernachten auf dem Boden

Eine Broschüre mit dem Titel "Carnivals Parisiens par Louis Morin" mit leuchtenden Illustrationen von kostümierten Menschen und einer mutigen, dekorativen Schriftart.

Chaos nach der Gala: Journalisten verlieren alles – und übernachten auf dem Boden

Zwei „City AM“-Journalisten erlebten eine chaotische Nacht, nachdem ihre Taschen auf einer glamourösen Preisverleihung verschwanden

Adam Bloodworth und Anna Moloney hatten nach der City AM Awards-Gala in der Londoner Guildhall noch lange geholfen, aufzuräumen – doch als sie schließlich ihre Sachen abholen wollten, waren ihre Taschen spurlos verschwunden.

Das Debakel ließ die beiden ohne Schlüssel, Geld oder eine Möglichkeit, nach Hause zu kommen, zurück. Notgedrungen verbrachten sie die Nacht auf dem Boden des Gästezimmers eines Kollegen. Währenddessen sorgte ein skurriler Tippfehler in einer politischen Schlagzeile für zusätzliche Heiterkeit: In einem Labour-Wahlkampffauxpas wurde ein Tory-Abgeordneter fälschlicherweise als „Shadow Business Sexretary“ betitelt – ein Versprecher, der schnell online die Runden machte.

Die Probleme begannen, als Bloodworth und Moloney nach dem Abbau der City AM Awards in der Guildhall ihre Jacken und Taschen aus der Garderobe holen wollten – doch beide waren weg. Darin befanden sich Wohnungsschlüssel, Geldbeutel und andere unverzichtbare Dinge.

Über eine Stunde durchsuchten die beiden die Hinterzimmer der Location, das Fundbüro wurde durchforstet, Lagerräume gecheckt – vergeblich. Ohne Schlüssel zu ihren Wohnungen und ohne Bargeld für ein Taxi blieb ihnen nichts anderes übrig, als in der Notunterkunft des Digitalchefs auf dem Fußboden zu nächtigen.

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Am nächsten Morgen stand Moloney vor einer zusätzlichen Herausforderung: Ihr einziges Schuhwerk war ein Paar fünf Zoll hohe High Heels, die sie für den Weg zur Arbeit tragen musste. Bloodworth half sich mit geliehenen Klamotten. Glücklicherweise tauchten die Taschen noch am selben Tag wieder auf und wurden zurückgegeben.

Unterdessen sorgte ein politischer Patzer für Aufsehen: Ein Labour-Hinterbänkler hatte eine „Summer of Sex“-Kampagne vorgeschlagen – was in einer konservativen Pressemitteilung zu dem berühmten Tippfehler führte, der die „Shadow Business Secretary“ kurz zur „Shadow Business Sexretary“ machte. Der Lapsus wurde schnell entdeckt und im Netz virale verbreitet.

In anderen Nachrichten präzisierte der Scottish Mortgage Investment Trust, dass sein Anteil an SpaceX mit 1,25 Billionen Dollar bewertet werde – und nicht das gesamte Unternehmen. Einige Medien hatten die Zahl zuvor falsch dargestellt. Unterdessen reiste Greater Manchesters Bürgermeister Andy Burnham bequem in der ersten Klasse nach London an, während andere mit weit weniger komfortablen Reiseerlebnissen zu kämpfen hatten.

Am Ende erhielten Bloodworth und Moloney ihre verschwundenen Taschen zurück – und beendeten damit eine 24-stündige Odyssee auf der Suche nach dem Nötigsten. Der Vorfall zeigte, wie schnell selbst bei bestens organisierten Events das Chaos ausbrechen kann. Der Tippfehler in der Tory-Pressemitteilung wiederum erinnerte schmunzelnd daran, wie leicht sich in hektischen Wahlkampfzeiten Fehler einschleichen.

Für Moloney blieb vor allem eine Erinnerung: der morgendliche Arbeitsweg in völlig unpraktischen Schuhen – ein Beweis dafür, dass manchmal die Folgen eines verlorenen Gepäckstücks fast so prägend sind wie das Event selbst.

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