DAX gibt nach starkem US-Arbeitsmarktbericht leicht nach – Gold und Öl unter Druck
Niko CichoriusDAX gibt nach starkem US-Arbeitsmarktbericht leicht nach – Gold und Öl unter Druck
An den Finanzmärkten gab es am Freitag gemischte Entwicklungen, nachdem starke Arbeitsmarktdaten aus den USA die Erwartungen der Anleger neu geprägt hatten. Die Preise für Gold und Öl gingen zurück, während der DAX-Index leicht nachgab, sich aber insgesamt robust zeigte. Vor dem Wochenende blieben Investoren vorsichtig, wobei Währungsschwankungen die Volatilität zusätzlich verstärkten.
Der DAX schloss bei 24.759 Punkten und verlor damit 0,8 Prozent im Vergleich zur Donnerstagssitzung. Zuvor hatten Prognosen noch auf ein Erreichen der 25.000-Punkte-Marke hingedeutet, doch diese Hoffnungen verflüchtigten sich nach Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktzahlen. Trotz geopolitischer Spannungen hielten sich die deutschen Blue-Chip-Werte vergleichsweise stabil.
In den USA wurden im jüngsten Bericht 172.000 neue Arbeitsplätze geschaffen – fast doppelt so viele wie die von Analysten prognostizierten 85.000. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 4,3 Prozent. Angesichts dieser stärker als erwartet ausgefallenen Daten drosselten Händler ihre Wetten auf baldige Zinssenkungen durch die US-Notenbank.
Auch die Rohstoffmärkte gerieten unter Druck: Gold verlor 3,1 Prozent und notierte bei 4.341 Dollar pro Unze. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent sank um 1,3 Prozent auf 93,80 Dollar. Gleichzeitig gab der Euro gegenüber dem Dollar nach und wurde bis Handelsschluss zu 1,1536 Dollar gehandelt.
Der US-Arbeitsmarktbericht veränderte die Markterwartungen und dämpfte die Hoffnungen auf schnelle Zinssenkungen. Zwar verzeichnete der DAX einen moderaten Rückgang, doch die deutschen Aktien zeigten sich widerstandsfähig. Mit sinkenden Werten bei Gold, Öl und dem Euro gingen die Händler zwar wachsam, aber gelassen ins Wochenende.






