13 June 2026, 00:22

"#deinstimmefürkultur": Berliner Kulturszene kämpft um ihre Zukunft vor der Wahl

Welche Richtung für die Kultur?

"#deinstimmefürkultur": Berliner Kulturszene kämpft um ihre Zukunft vor der Wahl

Neue Kampagne fordert mehr Kulturförderung in Berlin vor der Wahl

Die Initiative „Berlin ist Kultur“ startet vor den anstehenden Wahlen eine Reihe von Aktionen, um bessere finanzielle Unterstützung für die Kunst- und Kulturszene zu fordern. Theater und Kulturschaffende in der Stadt warnen vor den Folgen jüngster Kürzungen und deren Auswirkungen auf die Branche.

Während des Wahlkampfs soll Berlin mit Plakaten zum Slogan „#deinstimmefürkultur“ überzogen werden. In ihrer „Berliner Erklärung“ verlangt die Initiative, mindestens drei Prozent des Landeshaushalts für Kultur bereitzustellen. Zudem pocht sie auf verlässliche Förderstrukturen, um Institutionen vor plötzlichen finanziellen Bedrohungen zu schützen.

Kultureinrichtungen und Verbände haben für die politischen Kandidaten „Wahl-Lackmustests“ vorbereitet – mit direkten Fragen zu ihrer Haltung in Sachen Kunstvermittlung und Kulturerbe. Ziel ist es, die Kulturpolitik zu einem zentralen Thema des Wahlkampfs zu machen.

Oliver Reese, künstlerischer Leiter des Berliner Ensembles, kritisierte die jüngsten Kürzungen als „schweren Fehler“. Er verwies auf die drohende Schließung des Atelierhauses in der Wilsnacker Straße als direkte Folge der Sparmaßnahmen. Reese berichtete zudem von einem prägenden Theaterbesuch mit 14 Jahren, der sein Leben veränderte – und betonte so die Bedeutung von zugänglichen Kulturerlebnissen.

Gabi Dan Droste, Direktor des FELD Theaters, verglich die aktuelle Fördersituation mit dem Mythos von Ikarus und warnte vor den Risiken eines Absturzes in die finanzielle Insolvenz. Unterdessen wies Tom Streidel, Tischler am Maxim Gorki Theater, auf steigende Mieten als wachsende Bedrohung für die Zukunft des Theaters hin. Zur Auftaktveranstaltung der Aktionswoche erschienen auch Politiker wie Katharina Marg (Die Linke), Ronja Losert und Bertram von Boxberg (Bündnis 90/Die Grünen).

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Die Kampagne will sicherstellen, dass Kultur für die nächste Berliner Regierung Priorität behält. Durch gezielte Wahlkampfdebatten und Präsenz im öffentlichen Raum hofft die Initiative auf langfristige Finanzierung und Stabilität für den Kulturbereich der Stadt. Die Beteiligung von Theaterleitungen und politischen Vertretern unterstreicht die Dringlichkeit des Themas.

Quelle