Deutscher Buchpreis 2025: Warum ein Roman alle Diskussionen dominiert
Kazim HoffmannDeutscher Buchpreis 2025: Warum ein Roman alle Diskussionen dominiert
Die Longlist des Deutschen Buchpreises 2025 steht im August im Mittelpunkt der literarischen Debatten. Bloggerinnen, Blogger und Kritiker:innen diskutieren die 20 nominierten Titel, die im Schnitt 256 Seiten umfassen. Besonders hervorgehoben wird dabei Lena Schättes "Das Schwarz an den Händen meines Vaters", das kürzlich bei einer Universitätsveranstaltung präsentiert wurde.
Mehrere Literaturblogs haben sich bereits zu den diesjährigen Nominierungen geäußert. Intellectures gab einen Überblick über die Longlist, doch kein anderer Titel des Jahres 2025 erhielt bisher so viel individuelle Aufmerksamkeit wie Schättes Werk. Gleichzeitig tauchten in den Diskussionen auch Rezensionen früherer Nominierungen auf, etwa zu Katerina Poladjans "Goldstrand" (Shortlist 2024).
Stefan Diezmann besprach auf Poesierausch"Die Schule der Ausflüchte" von Kaleb Erdmann, während Fabian Thomas für The Daily Frown Dorothee Elmigers "Die Holländerinnen" analysierte. Petra Reichs Rezension von Bret Anthony Johnstons "Wir verbrennen das Tageslicht" überzeugte eine Leserin sogar zum Kauf des Buchs.
Doch nicht nur die Longlist-Titel fanden Beachtung: Stephanie Sack fasste auf "Nur Lesen ist schöner" Pierre Jarawans "Frau im Mond" zusammen, und Lena Riess reflektierte über ihre Lektüre von Virginia Woolfs "Mrs. Dalloway". Jan Drees rezensierte auf "Lesen mit Links" Thomas Melles "Haus zur Sonne".
Monatlich wählt eine Kuratorin zehn herausragende Buchbesprechungen oder Essays aus Literaturblogs aus, um die Auseinandersetzung mit neuen wie etablierten Werken lebendig zu halten.
Die Longlist des Deutschen Buchpreises 2025 prägt weiterhin die literarischen Gespräche, wobei Schättes Roman besonders im Fokus steht. Zwar werden auch ältere Werke und internationale Titel besprochen, doch die nominierten Bücher bleiben zentral für den diesjährigen Literaturbetrieb. Die durchschnittliche Länge von 256 Seiten deutet auf eine Mischung aus zugänglichen und anspruchsvollen Lektüren unter den Anwärtern hin.






