05 June 2026, 11:10

Deutschland verpasst EU-Frist für Lohntransparenz – was jetzt passiert

EU-Gehaltstransparenzrichtlinie: 'Das Bauchgefühl bei Gehältern wird in Zukunft rechtlich riskant werden'

Deutschland verpasst EU-Frist für Lohntransparenz – was jetzt passiert

Deutschland hat die Frist zur Umsetzung der EU-Lohntransparenzrichtlinie vom 7. Juni verpasst. Das Gesetz sollte Lohnunterschiede in Unternehmen offener machen. Nun räumen Beamte ein, dass weitere Abstimmungen nötig sind, bevor es in Kraft treten kann.

Die EU-Richtlinie verlangt von den Mitgliedstaaten, Regelungen einzuführen, die Gehaltsungleichheiten zwischen Beschäftigten aufdecken. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) hatte bereits Schritte für das Gesetzgebungsverfahren vorbereitet. Dennoch haben Verzögerungen die geplante Einführung verschoben.

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Das Ministerium bestätigte, dass noch zusätzliche Gespräche erforderlich seien. Zwar seien die Vorbereitungen abgeschlossen, doch der Zeitplan habe sich verzögert – das Land bleibt vorerst nicht konform.

Franziska Martin, Redakteurin mit Schwerpunkt Arbeitswelt, hat ähnliche Arbeitsmarktreformen genau verfolgt. Vor ihrer aktuellen Tätigkeit berichtete sie für das Manager Magazin über die KI-Branche. In ihren Artikeln untersucht sie häufig, wie technologische und politische Veränderungen Beschäftigte beeinflussen – inklusive der gesellschaftlichen Folgen neuer Vorschriften.

Durch die verpasste Frist verzögert sich die Umsetzung der Richtlinie. Unternehmen müssen vorerst keine neuen Transparenzpflichten erfüllen. Wann das Gesetz nachgebessert wird, teilte das Ministerium bisher nicht mit.

Quelle