04 April 2026, 08:20

Ecoclean baut Produktion von Alkali-Elektrolyseuren massiv aus – neue Standorte ab 2024

Liniengraph, der die erneuerbare Stromerzeugung nach Brennstofftyp von 2000 bis 2040 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Ecoclean baut Produktion von Alkali-Elektrolyseuren massiv aus – neue Standorte ab 2024

Deutscher Hersteller Ecoclean baut Produktion modularer Alkali-Elektrolyseure aus – neue Standorte ab 2024

Der deutsche Hersteller Ecoclean erweitert seine Produktion von modularen Alkali-Elektrolyseuren und wird 2024 neue Fertigungsstätten eröffnen. Das Unternehmen plant zwei weitere Standorte in Deutschland – darunter Bitterfeld-Wolfen – sowie einen zusätzlichen in Europa. Die neuen Werke werden sich auf Systeme mit einer Leistung zwischen 1 und 20 Megawatt konzentrieren.

Hintergrund der Expansion ist die wachsende Nachfrage nach lokal produzierter, effizienter Technologie für grünen Wasserstoff. Die Elektrolyseure von Ecoclean erfüllen bereits europäische Lieferkettenstandards und reduzieren so die Abhängigkeit von Importen angesichts veränderter geopolitischer Rahmenbedingungen.

Seit Anfang 2024 läuft bei Ecoclean die Serienfertigung der Elektrolyseure. Die Systeme sind für den Einsatz in der Nähe von erneuerbaren Energiequellen konzipiert und bieten eine flexible Leistung zwischen 1 und 20 Megawatt. Ihr modularer Aufbau ermöglicht eine skalierbare Wasserstoffproduktion, die sich an unterschiedliche Energiebedarfe anpassen lässt.

Das Herzstück der Elektrolyseure bilden die sogenannten Stacks – Anordnungen von in Reihe geschalteten Zellen, die die Effizienz bestimmen. Da Strom etwa 80 Prozent der Produktionskosten für Wasserstoff ausmacht, führt eine verbesserte Stack-Leistung direkt zu niedrigeren Preisen für grünen Wasserstoff. Um dies zu erreichen, arbeitet Ecoclean mit dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) zusammen.

Die Kooperation begann 2022 mit dem Projekt EcoLyzer BW, das hoch effiziente Alkali-Druckelektrolyse-Systeme (AEL) für den großtechnischen Einsatz entwickeln sollte. Nun erweitern beide Partner ihre Zusammenarbeit, um die Massenproduktion zu optimieren. Durch die Automatisierung der Stack-Fertigung könnten die Kosten gesenkt werden, ohne die Qualität zu beeinträchtigen.

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Unterdessen hat das Schweizer Bundesamt für Energie ein neues Instrument zur Verbesserung der Transparenz im Bereich erneuerbarer Energien eingeführt. Ein Dashboard zeigt nun Echtzeit-Prognosen zur Photovoltaik-Stromerzeugung in der gesamten Schweiz an. Die Daten stammen von allen installierten Solaranlagen des Landes und helfen Netzbetreibern sowie Politikern, die regionale Stromproduktion präziser zu überwachen.

Ecocleans Expansion stärkt die europäische Kapazität für lokal hergestellte Elektrolyseure und trägt zu widerstandsfähigeren Lieferketten bei. Durch den Fokus auf Automatisierung und Effizienz könnte das Unternehmen langfristig dazu beitragen, grünen Wasserstoff erschwinglicher zu machen.

In der Schweiz bietet das neue Photovoltaik-Dashboard bessere Einblicke in die Solarstromerzeugung. Beide Entwicklungen spiegeln die allgemeinen Bestrebungen wider, die Infrastruktur für erneuerbare Energien auszubauen und die Abhängigkeit von externen Lieferanten zu verringern.

Quelle