03 April 2026, 00:25

Erste Begegnung von Migranten aus Ostblockstaaten stärkt Netzwerke in Berlin

Detailreiches historisches Plakat der ersten Grafschaft Tirol-Karte, das geografische Merkmale wie Flüsse, Berge und Städte mit begleitendem Text zeigt.

Erste Begegnung von Migranten aus Ostblockstaaten stärkt Netzwerke in Berlin

Dreitägige Begegnung bringt Migrantengemeinden aus ehemaligen Ostblockstaaten zusammen

Anfang dieses Monats trafen sich in Deutschland Migrantengemeinden aus ehemaligen Ländern des Ostblocks zu einer dreitägigen Veranstaltung. Organisiert wurde das Treffen von der BUNT-Stiftung – es handelte sich um die erste Präsenzveranstaltung dieser Art im Rahmen einer neuen Initiative. Die Teilnehmer tauschten sich über ihre Erfahrungen aus und diskutierten die Herausforderungen, vor denen Menschen stehen, die aus Regionen der ehemaligen sowjetischen Einflusssphäre nach Deutschland gezogen sind.

Die Konferenz fand vom 6. bis 8. August in Berlin statt und war Teil des Projekts p(ost) berlin, das BUNT gemeinsam mit dem Bundesprogramm "Demokratie lebt!" ins Leben gerufen hat. Im Mittelpunkt stand der Austausch zwischen Migranten, die vor und nach dem russischen Angriff auf die Ukraine 2022 nach Deutschland kamen. Zwar gibt es keine genauen Zahlen, doch viele Teilnehmer vertraten etablierte Gemeinschaften mit Wurzeln in Ländern wie Kasachstan, der Ukraine und Russland.

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Ein zentrales Thema war die schwierige Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse in Deutschland. Lehrer und andere Fachkräfte sehen sich oft mit langwierigen bürokratischen Hürden konfrontiert, bevor sie ihren Beruf ausüben dürfen. Wladimir Weinberg, Geschäftsführer des Bundesverbandes russischsprachiger Eltern, hielt einen Vortrag über den Aufbau widerstandsfähiger Migrantennetzwerke. Dabei betonte er die Bedeutung von Solidarität und einer geteilten kulturellen Identität.

An der Veranstaltung beteiligten sich auch mehrere Organisationen, die Migranten aus Osteuropa unterstützen. Die Deutsch-Kasachische Gesellschaft e.V., seit 1997 aktiv, fördert den kulturellen Austausch zwischen Kasachstan und Deutschland. Nash Berlin arbeitet mit ukrainischen Künstlern und dem Verein Mriya zusammen, um kulturelle Verbindungen zu bewahren. Die Frauenpower Ukrainian Women Integration Association in Sachsen-Anhalt hilft ukrainischen Frauen bei der Eingliederung in Deutschland, während der Kinder- und Jugendverband JunOst junge Menschen mit russischsprachigem Hintergrund unterstützt.

Seit über 30 Jahren bietet BUNT Sprach- und Kulturkurse für Migranten, Unternehmen und Arbeitnehmer an. Ziel ist es, die Integration zu erleichtern und gleichzeitig die Vielfalt der Herkunftskulturen zu würdigen.

Das Treffen endete mit Plänen für eine engere Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Gruppen. Die Teilnehmer betonten die Notwendigkeit einer besseren Anerkennung ausländischer Abschlüsse und stärkerer Gemeinschaftsnetzwerke. Das Projekt p(ost) berlin wird weitere Veranstaltungen organisieren, um Migranten aus ehemaligen Ostblockstaaten in der deutschen Gesellschaft eine lautere Stimme zu verleihen.

Quelle