Exportfirmen in Baden-Württemberg hoffen auf Asien als Wachstumsmarkt 2026
Joachim RoseMehr Optimismus bei den Ausfuhren - Unsicherheit bleibt hoch - Exportfirmen in Baden-Württemberg hoffen auf Asien als Wachstumsmarkt 2026
Exportaussichten für Unternehmen in Baden-Württemberg zeigen leichte Besserung zu Beginn des Jahres 2026
Zum ersten Mal seit zwei Jahren hellt sich die Stimmung unter den Exportfirmen in Baden-Württemberg leicht auf – wenn auch mit gedämpftem Optimismus für das langfristige Wachstum. Die Erwartungen fallen je nach Region unterschiedlich aus, wobei Asien als vielversprechendster Absatzmarkt für heimische Exporteure gilt.
Wie eine aktuelle Umfrage zeigt, rechnen nun 28 % der Industrieunternehmen im Land mit steigenden Exporten in den kommenden zwölf Monaten – ein leichter Anstieg gegenüber 26 % im Sommer 2025. Gleichzeitig sank der Anteil der Betriebe, die mit rückläufigen Ausfuhren rechnen, von 28 % auf 19 %.
Besonders Asien sticht als Hoffnungsträger hervor: 29 % der international tätigen Firmen erwarten dort ein Exportwachstum (nach 26 % vor sechs Monaten). Nur noch 19 % befürchten einen Rückgang der Ausfuhren nach Asien – im Vorquartal waren es 21 %.
In den USA fällt die Bilanz dagegen gemischt aus: Zwar gehen 30 % der Unternehmen von steigenden Exporten aus, doch 33 % prognostizieren weiterhin einen Rückgang. Diese gespaltene Einschätzung unterstreicht, wie anfällig exportabhängige Branchen für politische Rahmenbedingungen bleiben. Geopolitische Risiken belasten die Wirtschaft weiterhin – 54 % der Industrieunternehmen nennen sie als zentrale Herausforderung.
Die jüngsten Zahlen deuten auf eine fragile Zuversicht unter den Exporteuren Baden-Württembergs hin. Während Asien als stabilster Wachstumsmarkt gilt, bleibt der Handel mit den USA von Unsicherheit geprägt. Ob sich die vorsichtige Erholung im Laufe des Jahres 2026 festigt, hängt maßgeblich von der globalen politischen und wirtschaftlichen Entwicklung ab.
2025 Export Data Reveals First Growth in Two Years
New figures show Baden-Württemberg's exports rose 0.6% in 2025 to €241.4 billion, ending two years of declines. This provides context for the 2026 optimism:
- The automotive sector fell 3.3%, but Switzerland became the second-largest market at 10.2% of total exports.
- Exports to China dropped sharply, highlighting geopolitical risks cited by 54% of firms.
- Despite gains, key industries like machinery and pharmaceuticals still saw reduced export values.






