Ravensburg bleibt Vorreiter als Fairtrade-Stadt mit eigenen Bio-Produkten
Niko CichoriusRavensburg bleibt Vorreiter als Fairtrade-Stadt mit eigenen Bio-Produkten
Ravensburg trägt seit 2012 den Titel "Fairtrade-Stadt" und ist damit Teil eines globalen Netzwerks von über 2.000 Städten in 36 Ländern. Die Initiative, die 2001 in England ins Leben gerufen wurde, fördert fairen Handel und Nachhaltigkeit. Mittlerweile gibt es in Deutschland mehr als 820 zertifizierte Fairtrade-Städte – eine der höchsten Zahlen weltweit.
Um den Status als Fairtrade-Stadt zu behalten, muss Ravensburg fünf strenge Kriterien erfüllen: Dazu gehören ein Beschluss des Stadtrats zur Unterstützung des fairen Handels, die Bereitstellung von fair gehandeltem Kaffee bei städtischen Sitzungen, eine aktive Steuerungsgruppe, ein breites Angebot an Fairtrade-Produkten im Einzelhandel sowie regelmäßige Medienberichterstattung. Die Stadt geht noch einen Schritt weiter und organisiert jährlich ein faires Straßenfrühstück sowie einen digitalen Einkaufsführer für Bürgerinnen und Bürger.
Ravensburg produziert zudem eine eigene Fairtrade-Produktlinie, die in Zusammenarbeit mit WeltPartner entwickelt wurde. Die Artikel, die im Touristenbüro und im Weltladen erhältlich sind, tragen sowohl das Fairtrade- als auch das Bio-Siegel. In diesem Jahr beteiligt sich die Stadt an der Fairen Woche (13.–27. September), die unter dem Motto "Fair! Und nicht ein Grad mehr" das Thema Klimagerechtigkeit in den Fokus rückt.
Weltweit hat sich die Bewegung längst über Europa hinaus ausgebreitet. Metropolen wie Amsterdam, London, Paris und Brüssel tragen den Titel, während Länder wie Schweden, Brasilien und der Libanon ebenfalls mitmachen. Deutschland führt zwar bei der Gesamtzahl der Fairtrade-Städte, doch Österreich und die Schweiz verzeichnen den höchsten Pro-Kopf-Umsatz mit fair gehandelten Waren.
Ravensburgs Engagement umfasst lokale Veranstaltungen, zertifizierte Produkte und die Teilnahme an bundesweiten Kampagnen. Weitere Informationen gibt es auf der offiziellen Website der Stadt oder unter www.fairtrade-towns.de. Die Initiative wächst weiter und verbindet bewussten Konsum mit globalen Nachhaltigkeitsbemühungen.






