18 March 2026, 01:15

FDP wirft SWR Befangenheit vor und fordert Richtigstellung vor Landtagswahl

Eine große Menschenmenge sitzt vor einer Bühne mit einem Podium, einem Mikrofon, Flaggen, einem Bildschirm und Beleuchtungsausrüstung und wartet auf eine Präsidentschaftsdiskussion.

FDP wirft SWR Befangenheit vor und fordert Richtigstellung vor Landtagswahl

Hans-Ulrich Rülke, Landesvorsitzender der FDP Baden-Württemberg und Spitzenkandidat der Partei für die anstehende Landtagswahl, wirft dem Südwestrundfunk (SWR) Befangenheit vor. Der Streit dreht sich um eine aktuelle Ausgabe der Politiksendung Zur Sache Baden-Württemberg, in der die FDP bei einer Diskussion über Wohnungspolitik kaum berücksichtigt wurde.

Auslöser der Kontroverse war die Sendung vom 19. Februar, die sich mit Wohnungsfragen beschäftigte. Während Vertreter von CDU, Grünen, AfD und SPD ins Studio eingeladen wurden, kam die FDP lediglich in einem vorproduzierten Videobeitrag zu Wort. Rülke begründete diese Entscheidung mit einem Missverständnis eines SWR-Mitarbeiters über die Größe der AfD-Fraktion, das letztlich zur Ausgrenzung der FDP geführt habe.

In einer scharf formulierten Reaktion bezeichnete Rülke den Vorfall als "Mischung aus Unwissenheit, Inkompetenz und Voreingenommenheit". Er forderte vom SWR eine "sofortige Richtigstellung" und rief jedes FDP-Mitglied im Land auf, eine formelle Programmbeschwerde einzureichen. Seine Kritik legte er in einem Schreiben an SWR-Intendant Kai Gniffke dar, über das später das Nachrichtenmagazin Focus berichtete.

Der Vorfall verschärft die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen FDP und SWR. Erst kürzlich scheiterte die Partei mit einer Klage, die ihre Teilnahme an einer TV-Debatte erzwingen sollte – was die Vorwürfe einer ungerechten Behandlung durch den Sender weiter anheizte.

Der Konflikt unterstreicht die anhaltenden Spannungen zwischen FDP und SWR vor der Landtagswahl am 8. März 2026. Rülkes Aufruf zu Beschwerden zeigt die Frustration der Partei über die wahrgenommene Ausgrenzung von zentralen Medienplattformen. Der SWR hat sich zu den jüngsten Vorwürfen bisher nicht öffentlich geäußert.

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AKTUALISIERUNG

FDP's ehemaliger Rechtsstreit mit SWR wegen Triell-Debatte offenbart Muster angeblicher Voreingenommenheit

Der aktuelle Streit der FDP mit SWR folgt auf eine 2025er Rechtschallenge wegen Ausscheidens aus einem Triell (Dreiergespräch) mit SPD und AfD. Wichtige Details:

  • Die Partei behauptete, dass das Format AfD begünstigte auf ihre Kosten.
  • Ihre Klage zielte darauf ab, gleichen Medienzugang vor der Wahl 2026 durchzusetzen.
  • Dieser Vorgang betont anhaltende Spannungen über wahrgenommene institutionelle Voreingenommenheit.