30 March 2026, 12:22

Frühwarnzeichen von Radikalisierung bei Geflüchteten erkennen – wie Fachkräfte handeln können

Eine Gruppe von Menschen hält ein Transparent mit der Aufschrift "Öffnet die Grenzen, rettet Leben, kämpft gegen Faschismus" vor einem Gebäude mit Glasfenstern und einem Mast, mit einem Fahrrad und einer Tasche auf der Straße.

Frühwarnzeichen von Radikalisierung bei Geflüchteten erkennen – wie Fachkräfte handeln können

Kompetenzzentrum gegen Extremismus (konex) veranstaltet Online-Seminar zu Frühwarnzeichen von Radikalisierung unter Geflüchteten

Das Kompetenzzentrum gegen Extremismus (konex) hat ein digitales Fachgespräch organisiert, um Fachkräfte dabei zu unterstützen, frühe Anzeichen von Radikalisierungstendenzen bei Menschen mit Fluchterfahrung zu erkennen. Rund 200 Teilnehmende folgten der Veranstaltung, die Fachvorträge und eine live gestellte Fragerunde umfasste. Die Veranstalter betonten, wie entscheidend frühzeitiges Handeln ist, um Extremismus zu verhindern, bevor er sich verfestigt.

Die unter dem Titel "Risiken und Warnsignale möglicher Radikalisierung bei Menschen mit Fluchterfahrung erkennen" stehende Veranstaltung war Teil eines umfassenderen Schulungsprogramms. Mit Input vom Landesamt für Verfassungsschutz Baden-Württemberg und Expertinnen und Experten von konex erhielten die Teilnehmenden zudem die Möglichkeit, an vertiefenden Workshops und maßgeschneiderten Fortbildungen teilzunehmen.

Bettina Rommelfanger, Polizeidirektorin und Geschäftsführerin von konex, erläuterte, das Ziel sei es, Fachkräften praxisnahes Wissen an die Hand zu geben. Besonders wichtig sei es, subtile Veränderungen im Verhalten oder im sozialen Umfeld zu erkennen. Die Aufzeichnung der Veranstaltung steht auf Anfrage bei konex weiterhin zur Verfügung.

Dr. Daniel Köhler, wissenschaftlicher Leiter des Zentrums, unterstrich, dass stabile soziale Strukturen und präventive Maßnahmen von zentraler Bedeutung seien. Eine frühe Risikoerkennung ermögliche gezielte Unterstützung, bevor sich Radikalisierungsprozesse zuspitzen. konex bietet zudem laufend Beratung für Betroffene an – unabhängig von deren Hintergrund.

Das Interesse am Thema wächst: Beim Landeskriminalamt häufen sich Anfragen zur Identifizierung von Warnsignalen. Zwar kann kein einzelnes Schulungsmodul alle Risiken abdecken, doch die Veranstaltung bot einen strukturierten Zugang zu diesem komplexen Themenfeld.

Das Online-Seminar und die anschließenden Workshops zielen darauf ab, ein Netzwerk informierter Fachkräfte aufzubauen. konex stellt weiterhin Materialien zur Verfügung – von Beratungsangeboten bis zu Aufzeichnungen. Bei Rückfragen kann man sich per E-Mail unter [email protected] oder über die Website www.konex-bw.de an das Zentrum wenden.

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