03 April 2026, 10:22

Gefährlicher Chemietransport auf der B312 gestoppt – Zinkoxid-Austritt löst Großeinsatz aus

Straßenseite mit Sammelstelle für "Gefährliche Haushaltsabfälle" markiert, mit Gras, Verkehrskegeln, Fahrzeugen, Bäumen und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Gefährlicher Chemietransport auf der B312 gestoppt – Zinkoxid-Austritt löst Großeinsatz aus

Chemielaster mit gefährlicher Ladung auf der B312 bei Biberach gestoppt

Ein spanischer Lkw, der gefährliche Chemikalien transportierte, wurde am Mittwochmorgen auf der B312 bei Biberach angehalten. Die Polizei entdeckte unsachgemäß gesicherte Behälter, aus denen Zinkoxid austrat, woraufhin ein Großeinsatz ausgelöst wurde. Feuerwehrkräfte und Industrie-Spezialteams wurden zur sicheren Bewältigung der Lage hinzugezogen.

Der Vorfall ereignete sich gegen 10:45 Uhr, als Beamte den Sattelauflieger bei einer routinemäßigen Kontrolle von Nutzfahrzeugen anhalten ließen. Der 38-jährige Fahrer, ein usbekischer Staatsbürger ohne dauerhaften Wohnsitz in Deutschland, hatte die Ladung nicht vorschriftsmäßig gesichert. Im Inneren befanden sich 19 Großbehälter mit 23 Tonnen Zinkoxid (UN3077), einem umweltgefährdenden Stoff, der von Spanien nach Ungarn unterwegs war.

Wegen des Austritts und der Lage des Lkw in einem Naturschutzgebiet entschied man sich gegen eine Entsorgung vor Ort. Stattdessen wurde das Fahrzeug unter Polizeibegleitung zur Betriebsstätte der Werkfeuerwehr nach Biberach gebracht. Dort wurde die Ladung entladen und der Auflieger dekontaminiert.

Vor der Freigabe musste der Fahrer eine Sicherheitsleistung in Höhe von 2.000 Euro hinterlegen, um mögliche Folgekosten abzudecken. Gegen 13:45 Uhr durfte der Lkw seine Fahrt fortsetzen. Aus den Unterlagen geht hervor, dass es in den vergangenen zwei Jahren nur einen vergleichbaren Vorfall gab: Ein undichter Chemietransport (mit einem Parfümzusatz) war damals auf einem Rastplatz in Kammerstein im Landkreis Roth entdeckt worden.

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An der Aktion waren Polizei, örtliche Feuerwehrkräfte und ein Industrie-Notfallteam beteiligt. Nach den Kontrollen und der Dekontamination setzte der Lkw seine Route fort. Die Behörden bestätigten, dass keine Umweltschäden entstanden seien, dem Fahrer drohen jedoch weitere Ermittlungen wegen Verstößen gegen die Transportvorschriften.

Quelle