Gewerkschaft warnt vor Wirtschaftskrise nach sechs Jahren Stagnation
Yasmin Benner, eine führende Gewerkschaftsvertreterin, hat vor einer schweren Krise der deutschen Wirtschaft gewarnt – nach sechs Jahren der Stagnation. Sie betonte die Notwendigkeit gezielter Industriepolitik, um mit globalen Konkurrenten wie China und den USA mithalten zu können. In ihren Äußerungen wies sie zudem auf die steigenden Lebenshaltungskosten für Arbeitnehmer:innen hin und unterstrich die Rolle der Regierung bei der wirtschaftlichen Erholung.
Die aktuelle Wirtschaftslage bezeichnete Benner als „zunehmend besorgniserregend“ und verwies auf Jahre schwachen Wachstums. Deutschland müsse seine Kräfte bündeln, statt Gelder unkoordiniert zu verteilen, forderte sie. Eine starke Industriepolitik sei unverzichtbar, um im Wettbewerb mit den USA und China nicht den Anschluss zu verlieren.
Kritik übte sie an Plänen zur Reform der Arbeitszeiten und setzte stattdessen auf bessere Qualifizierung sowie eine stärkere Einbindung von Frauen in den Arbeitsmarkt. Gleichzeitig unterstützte sie Initiativen wie die Produktion von grünem Stahl, die Elektromobilität und günstigere Industrie-Strompreise.
Obwohl Benner bereit ist, mit der Bundesregierung bei Industrieinvestitionen zusammenzuarbeiten, stellte sie klar: Gewerkschaften würden sich nicht in Regierungsaufgaben einmischen. Die Idee einer „Koalitionsrunde 2.0“ wies sie zurück und bestand auf einer strikten Trennung zwischen gewerkschaftlichen und staatlichen Verantwortungsbereichen.
Ihre Aussagen unterstreichen die Dringlichkeit der wirtschaftlichen Herausforderungen Deutschlands und den Bedarf an strategischer Industrieförderung. Benner rief zu Zusammenarbeit mit der Regierung auf, betonte aber, dass Gewerkschaften ihre Grenzen nicht überschreiten würden. Im Mittelpunkt, so die Gewerkschafterin, müssten das Wohl der Beschäftigten und die globale Wettbewerbsfähigkeit stehen.






