11 May 2026, 10:26

Grüne in Rheinland-Pfalz setzen nach Wahlniederlage auf weibliche Doppelspitze

Zwei Frauen stehen an einem Rednerpult mit Mikrofon und angebundenem Bildschirm, halten einen Blumenstrauß in der Hand.

Grüne in Rheinland-Pfalz setzen nach Wahlniederlage auf weibliche Doppelspitze

Die Grünen in Rheinland-Pfalz formen Führung nach gemischtem Wahlausgang um

Nach einem durchwachsenen Ergebnis bei der Landtagswahl haben die Grünen in Rheinland-Pfalz ihre Führung neu aufgestellt. Zwar erreichte die Partei 7,9 Prozent der Stimmen, verlor jedoch 1,4 Prozentpunkte und beendete damit 15 Jahre Regierungsbeteiligung. Die Wahl brachte zudem einen historischen Wandel: Erstmals wird die Partei von einem rein weiblichen Führungsteam angeführt.

Die neu gewählte Fraktionsvorsitzende Katrin Eder bezeichnete das Ergebnis trotz des Rückgangs als „Moment des Stolzes“. Sie kündigte an, die Grünen – nun in der Opposition – würden die Landesregierung in zentralen Fragen unter Druck setzen. Eder wird die zehnköpfige Fraktion im Mainzer Landtag leiten.

Auf dem Landesparteitag wählten die Grünen zudem zwei neue Co-Vorsitzende: Carolin Cloos aus Worms erhielt 72,28 Prozent der Stimmen, während die 33-jährige Mainzer Politikerin Christin Sauer mit 63,37 Prozent gewählt wurde. Sauer skizzierte ein langfristiges Ziel: Bis 2031 soll das Vertrauen in die Partei auf kommunaler Ebene und bundesweit zurückgewonnen werden.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der scheidende Landesvorsitzende Paul Bunjes betonte die Rolle der Grünen als Stimme für marginalisierte Gruppen. Nach Jahren im Amt übergab er die Führung – ein Zeichen für den Generationswechsel in der Partei.

Die Grünen starten nun mit einer kleineren, aber entschlossenen Fraktion in eine neue Phase. Das rein weibliche Führungsteam wird die strategische Ausrichtung bestimmen, während die Partei daran arbeitet, ihren Einfluss zurückzugewinnen. Im Fokus stehen die Kontrolle der Landesregierung und der Wiederaufbau der Unterstützung in der Region.

Quelle