Güterverkehr der Bahn löst Milliardenverluste in Schlüsselbranchen aus
Kazim HoffmannGüterverkehr der Bahn löst Milliardenverluste in Schlüsselbranchen aus
Schlüsselbranchen in Deutschland verzeichnen wegen Verspätungen im Güterverkehr auf dem Netz der Deutschen Bahn Milliardenverluste. Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) fordert nun dringend Maßnahmen zur Verbesserung des Schienentransports.
Die Stahlindustrie ist besonders abhängig von der Bahn – 50 Prozent ihrer Lieferungen werden per Zug abgewickelt. Durch die Störungen mussten Unternehmen wie Salzgitter und ArcelorMittal ihre Produktion bereits drosseln.
Auch die Chemieindustrie kämpft mit den Folgen: Verspätete Rohstofflieferungen und begrenzte Lagerkapazitäten für Fertigwaren bringen die Produktionsketten durcheinander. Automobilhersteller, die mit eingeschränkten Bahnkapazitäten konfrontiert sind, verlagern zunehmend Güter zurück auf die Straße.
Die Verspätungen im Schienengüterverkehr kosten die Wirtschaft Milliarden. Die Forderung des VCI nach sofortigen Verbesserungen unterstreicht die zentrale Rolle der Bahn für die deutschen Lieferketten. Ohne Gegenmaßnahmen drohen weitere Produktionskürzungen und finanzielle Einbußen.
