18 March 2026, 04:19

Hamburgs Kulturszene kämpft für Klimaneutralität bis 2040 – Volksentscheid am 12. Oktober

Menschen sitzen vor einem Gebäude während einer Klimaprotest in Berlin, umgeben von Flaschen und anderen Gegenständen, mit Bäumen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Kulturelle Szene setzt sich für Klimaneutralität bis 2040 ein - Hamburgs Kulturszene kämpft für Klimaneutralität bis 2040 – Volksentscheid am 12. Oktober

Über 80 Kulturschaffende in Hamburg unterstützen die Hamburger Zukunftsentscheidung, eine Initiative für Klimaneutralität bis 2040. Die Kampagne, getragen von Schauspieler:innen, Künstler:innen und großen Institutionen, zielt darauf ab, die Umweltziele der Stadt zu beschleunigen – ganze fünf Jahre früher als das bisherige Ziel von 2045. Über die Volksinitiative wird am 12. Oktober abgestimmt.

Der Vorschlag sieht eine Überarbeitung des Hamburger Klimaschutzgesetzes mit strengeren Vorgaben vor. Für zentrale Sektoren sollen jährliche CO₂-Obergrenzen festgelegt werden, basierend auf dem bestehenden Klimaplan der Stadt. Werden die Ziele verfehlt, greifen Notfallmaßnahmen, um die Emissionen wieder auf Kurs zu bringen. Regelmäßige Kontrollen sollen sicherstellen, dass die Fortschritte transparent bleiben.

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Prominente Kulturstätten beteiligen sich an der Aktion. Zu den unterstützenden Einrichtungen gehören das Schauspielhaus, Kampnagel, das Ernst-Deutsch-Theater und die Hamburger Kunsthalle. Schauspieler wie Bjarne Mädel, Maximilian Mundt und Lina Beckmann haben einen offenen Brief unterzeichnet, ebenso wie Mirco Kreibich, Pheline Roggan und Merlin Sandmeyer.

Die Initiative betont soziale Gerechtigkeit: Die Kosten für energetische Sanierungen sollen so gesteuert werden, dass Mieter:innen nicht übermäßig belastet werden. Dieser Ansatz unterscheidet sich von anderen Bundesländern: Während Thüringen bis 2040 einen fast vollständigen Emissionsausstieg plant und lokale Klimaprojekte fördert, fehlt in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg ein konkretes Neutralitätsziel für 2040. Sachsen und Sachsen-Anhalt setzen bis 2030 auf Erneuerbare und Wasserstoff, Brandenburg strebt eine 75-prozentige Emissionsreduktion durch Kohleausstieg und Solaranlagenausbau an.

Die Hamburger Abstimmung am 12. Oktober wird entscheiden, ob die Stadt strengere Klimaregeln einführen wird. Bei einer Annahme würde die Initiative jährliche Emissionsprüfungen und bei Bedarf Korrekturmaßnahmen vorschreiben. Die breite Unterstützung durch Kulturschaffende unterstreicht den Willen zu schnellerem, sozial ausgewogenem Klimaschutz.

Quelle