Hunderte protestieren in Pforzheim für den Erhalt aller Schwimmbäder
Niko CichoriusHunderte protestieren in Pforzheim für den Erhalt aller Schwimmbäder
Rund 350 Menschen gingen am Samstag in Pforzheim auf die Straße, um gegen geplante Veränderungen an den städtischen Badeeinrichtungen zu protestieren. Die von der Initiative Pro Bäder organisierte Demonstration forderte den Erhalt aller bestehenden Schwimmbäder und Standorte.
Der Protestzug startete um 15 Uhr am Emma-Jaeger-Bad und führte durch zentrale Bereiche der Stadt. Die Demonstranten liefen entlang der Bahnhofstraße, überquerten den Bahnhofsplatz und zogen am Schlossberg vorbei, bis sie die Östliche erreichten. Mehrere Stadträte, darunter Christof Weisenbacher, Michael Schwarz und Bernd Zilly, schlossen sich der Menge an.
Redner bei der Veranstaltung kritisierten die städtische Handhabung der Bäderfinanzierung. Sie warfen der Verwaltung vor, vorsätzlich dafür gesorgt zu haben, dass die Regierungspräsidium die Förderpläne Pforzheims blockierte. Ein weiterer zentraler Kritikpunkt war der Vorschlag für ein kombiniertes Bad auf dem Wartberg. Die Demonstranten argumentierten, dieses Vorhaben stehe im Widerspruch zu Bürgermeister Peter Bochs Betonung familienfreundlicher Politik.
Die Initiative forderte, dass alle Schwimmbäder an ihren aktuellen Standorten unverändert bleiben. Ihre Botschaft war eindeutig: Keine Schließungen, keine Zusammenlegungen und keine Kürzungen bei den bestehenden Einrichtungen.
Der Protest endete mit dem Appell an die Stadt, ihre Herangehensweise an die öffentliche Badeversorgung zu überdenken. Die Organisatoren betonten, der Zugang zu den örtlichen Bädern müsse für die Bürger erhalten bleiben. Die Demonstration machte die anhaltenden Spannungen zwischen Verwaltung und Aktivisten um Pforzheims Freizeitinfrastruktur deutlich.






