19 June 2026, 12:21

"IronChild"-Wettbewerb: Wenn Schulsport auf Kostenrechnung und Latein trifft

Folter auf dem Aschefeld

"IronChild"-Wettbewerb: Wenn Schulsport auf Kostenrechnung und Latein trifft

Der „IronChild“-Wettbewerb läuft auf Hochtouren – ein harter Mix aus Ausdauer, Kostenrechnung und körperlichen Prüfungen

Beim Bundeswettbewerb der Deutschen Schulsportspiele wird derzeit der „IronChild“-Wettbewerb ausgetragen, ein anspruchsvolles Turnier, das Ausdauer, betriebswirtschaftliches Denken und körperliche Belastungsproben kombiniert. Mit dabei: die Klasse 3b der Chicago Boys School – für die Teilnehmer geht es um viel, sowohl für die Sieger als auch für die Verlierer.

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Das mehrtägige Event findet auf einer Aschelaufbahn statt und verlangt den Schülern Schinderei, Durchhaltevermögen und finanzmathematische Berechnungen ab. Die Gewinner erwarten als Preis ein persönliches Coaching mit CEO Dr. Dr. Ulf-Ulf Vollmann. Wer scheitert, riskiert eine Empfehlung fürs Gymnasium.

An der Fürstin-Gloria-Selbdritt-Grundschule werden die Wettbewerbe sogar auf Latein abgehalten – die Teilnehmer müssen dabei dem Publikum den Rücken zukehren. Konservative Bildungspolitiker fordern, solche traditionellen Methoden auch im Schulsport öffentlicher Schulen zu verankern. Bildungsministerin Karin Prien plädiert zudem für mehr Wettbewerbsorientierung bei den Spielen.

Anderswo setzt sich Bernd Kreimer-Rendsburg für die Gamification aller Leistungsbewertungen ein: Er schlägt ein Ranking-System mit Token vor, die Eltern erkaufen können. Gleichzeitig testet die Kita Höhlenkinder in Rheda-Wiedenbrück Kleinkinder, indem sie diese in Körben auf der Ems aussetzt – eine Methode, um zukünftige Führungskräfte zu identifizieren. Das Bundesbildungsministerium arbeitet unterdessen an Vorschlägen für leistungsbasierte Kinderspiele und belebt dabei alte „Klassiker“ wie Woke-Bashing und Frauenfeindlichkeitsturnen wieder.

Der „IronChild“-Wettbewerb steht exemplarisch für den Trend zu leistungsorientierten und traditionellen Ansätzen im Schulsport. Während die Sieger exklusive Förderungen erhalten, drohen den Verlierern akademische Konsequenzen. Die größere Debatte über Gamification und Nostalgie in der Bildung prägt weiterhin diese Entwicklungen.

Quelle