20 June 2026, 14:14

Kampf ums Überleben: VKJH droht Schließung durch Finanznot und Umstrukturierung

Finanzielle Engpässe und Gegenwinde

Kampf ums Überleben: VKJH droht Schließung durch Finanznot und Umstrukturierung

Schließung droht: Verband für Kinder- und Jugendarbeit (VKJH) kämpft um seine Zukunft

Dem Verband für Kinder- und Jugendarbeit (VKJH) droht wegen unsicherer Finanzierung die Schließung. Die Bildungsbehörde der Stadt plant, die Jugendombudsstelle mit einer neuen Ombudsstelle für Kitas zusammenzulegen – ein Vorhaben, das auf Kritik stößt.

Aktuell fehlen dem VKJH die Mittel, um seine Verwaltungskosten zu decken. Um den Betrieb seiner Einrichtungen aufrechtzuerhalten, wären jährlich zusätzliche 120.000 Euro nötig – genug für die Stellen einer Geschäftsführerin oder eines Geschäftsführers sowie einer Verwaltungsfachkraft.

Gefährdet ist insbesondere das OHA!-Büro für Kinder- und Jugendrechte, das der VKJH 2017 eingerichtet hatte. Seit 2021 bearbeitet die Stelle jährlich rund 300 Beratungsanfragen. Doch im Rahmen der geplanten Zusammenlegung mit der Kita-Ombudsstelle soll das Büro nun neu ausgeschrieben werden.

Das Bundesnetzwerk Ombudschaft in der Jugendhilfe (BNO) hat sich eingeschaltet und warnt vor den Folgen einer erneuten Vergabe des Auftrags. Der Jugendhilferechtsexperte Peter Schruth argumentiert, das bestehende Büro könnte seinen Aufgabenbereich einfach auf Kitas ausweiten – ohne neues Auswahlverfahren. Die Bildungsbehörde bleibt jedoch bei ihrer Haltung: Sollten die Einrichtungen an die Bezirke zurückgegeben werden, übernähmen diese die Verantwortung.

Falls bis Ende Juni keine Lösung gefunden wird, erwägt der VKJH, seine 17 Einrichtungen und 27 Projekte an die lokalen Bezirke zu übertragen.

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Die Zukunft des VKJH bleibt ungewiss, solange die Finanzierungs- und Vertragsstreitigkeiten anhalten. Kommt es zu keiner Einigung, könnten seine Angebote an die Kommunen übergehen – mit möglichen Einschränkungen für Kinder und Jugendliche.

Quelle