Karlsruhe digitalisiert sein Straßenbahnnetz für bessere Fahrgastinformationen und grenzüberschreitenden Verkehr
Niko CichoriusKarlsruhe digitalisiert sein Straßenbahnnetz für bessere Fahrgastinformationen und grenzüberschreitenden Verkehr
Karlsruhe modernisiert sein Straßenbahn- und Stadtbahnnetz mit neuen digitalen Systemen. Die Stadt arbeitet dafür mit dem Unternehmen INIT zusammen, um den Zug- und Straßenbahnbetrieb zu optimieren. Die Änderungen sollen die Kommunikation verbessern, Fahrgästen bessere Informationen bieten und den grenzüberschreitenden Verkehr erleichtern.
In allen Fahrzeugen wird der neue INIT-Bordcomputer COPILOTpc installiert. Er zeigt Fahrern Echtzeitdaten zum Fahrzeugstatus und aktuelle Fahrgastinformationen an. Zudem unterstützt das System die EU-Richtlinie TAP TSI und sorgt so für reibungslose Kompatibilität zwischen verschiedenen Bahnbetreibern – auch im grenzüberschreitenden Verkehr.
Sowohl die bestehende Flotte als auch 148 neue Stadtbahnzüge, die ab 2025 geliefert werden, erhalten aktualisierte Software. Die Aufrüstung verbindet das Karlsruher Stadtzentrum mit den nahen Weinbergen und dem Schwarzwald und hält Reisende stets auf dem Laufenden.
An dem Projekt sind zwei Verkehrsunternehmen beteiligt: die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) und die Albtal-Verkehrsgesellschaft (AVG). Ihre Betriebsteams nutzen das INIT-System in Kombination mit DatNet, einer bahnspezifischen Steuerungssoftware von ETC Solutions. Über die vernetzten Systeme können VBK-Dispatcher Standorte, Fahrpläne und Funkverbindungen der AVG-Züge verfolgen. Auch das AVG-Kontrollzentrum erhält durch DatNet neue, auf den Schienenverkehr zugeschnittene Funktionen.
Die digitale Aufrüstung wird die Abläufe im gesamten Karlsruher Schienennetz effizienter gestalten. Fahrgäste profitieren von besseren Informationen und erweiterten Reiseoptionen. Die Inbetriebnahme des Systems ist für 2025 geplant – zeitgleich mit der Auslieferung der neuen Stadtbahnzüge.






