03 April 2026, 02:18

Krisengipfel zu Zugausfällen: Baden-Württemberg und Bahn planen Modernisierungsoffensive

Blauer und weißer Zug fährt durch eine große Bahnhofshalle mit einem Bahnsteig auf der rechten Seite und einer Wand im Hintergrund, unter einer Decke mit Stangen und Lampen.

Krisengipfel zu Zugausfällen: Baden-Württemberg und Bahn planen Modernisierungsoffensive

Baden-Württemberg und die Deutsche Bahn haben sich zu einem Krisengipfel getroffen, um die anhaltenden Zugausfälle zu bewältigen und künftige Modernisierungsvorhaben zu planen. Ministerpräsident Winfried Kretschmann und DB-Vorstandsvorsitzender Richard Lutz führten die Gespräche, die sich vor allem auf die Steigerung der Zuverlässigkeit angesichts einer Welle von Baustellen konzentrierten. Das umstrittene Projekt Stuttgart 21 und dessen Eröffnungstermin wurden dabei nicht thematisiert.

Im Mittelpunkt des Treffens stand die Notwendigkeit einer besseren Abstimmung, da der Stuttgarter Eisenbahnknotenpunkt derzeit eine umfassende Digitalisierung durchläuft. Die umfangreichen Arbeiten erfordern längere Streckensperrungen, weshalb die Infrastrukturtochter der Deutschen Bahn frühere Ankündigungen und präzisere Planungen zugesagt hat. Beide Seiten waren sich einig, dass der aktuelle Bauboom langfristig den Fahrgästen zugutekommen werde.

Eine Arbeitsgruppe prüft nun, wie Reisebeeinträchtigungen während der Modernisierungsarbeiten begrenzt werden können. Zu den zentralen Verbesserungen zählen barrierefreie Zugänge an Bahnhöfen, überdachte Wartebereiche und sichere Fahrradabstellplätze. Zudem wird bald mit der Freigabe der Mittel für die dritte Phase des Projekts "Digitaler Knoten Stuttgart" gerechnet – die Sanierung der Korridore soll im Februar 2026 beginnen.

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Unterdessen nehmen die Vorbereitungen für Stuttgart 21 an Fahrt auf: Die Zahl der Baustellen wird sich im kommenden Jahr verdoppeln, während der neue Hauptbahnhof seiner Fertigstellung entgegengeht. Trotz der Fortschritte blieb die Frage nach dem Eröffnungstermin des Projekts jedoch auch diesmal offen.

Land und Bahn setzen sich für mehr Investitionen und eine klügere Planung ein, um Verspätungen im Schienenverkehr zu verringern. Frühzeitige Informationen und modernisierte Einrichtungen sollen die Auswirkungen von Sperrungen abfedern. Mit gesicherten Finanzmitteln und festgelegten Meilensteinen rückt nun die termingerechte Umsetzung der Vorhaben in den Fokus.

Quelle