18 June 2026, 12:19

Linke distanziert sich von Stalin-Lob und antisemitischen Äußerungen ihrer Jugendorganisation

Schwerdtner distanziert sich von der Linken Jugend

Linke distanziert sich von Stalin-Lob und antisemitischen Äußerungen ihrer Jugendorganisation

Die Führung der Linken hat sich öffentlich von umstrittenen Äußerungen distanziert, die Mitglieder ihres Jugendverbandes Linksjugend [’solid] in einem internen Diskussionsforum getätigt hatten. Wie der Bayerische Rundfunk enthüllte, hatten sich Personen aus der Gruppe positiv über den ehemaligen sowjetischen Diktator Josef Stalin und die ehemalige DDR geäußert.

Laut Berichten nutzten einige Mitglieder der Linksjugend [’solid] zudem provokative Formulierungen in Debatten über den Gaza-Krieg. So war von „israelischen Konzentrationslagern“ und einem „israelischen Völkermord im Namen des Judentums“ die Rede. Zudem wurde in dem Forum ein Bild der israelischen Flagge mit dem Schriftzug „Tod Israel“ geteilt.

Die Parteivorsitzende Ines Schwerdtner verurteilte die Aussagen in schärfster Form. Sie betonte, die Linke habe sich endgültig vom Stalinismus losgesagt und lehne antisemitische oder unmenschliche Positionen entschieden ab. Die Partei stehe nun in Gesprächen mit der Linksjugend [’solid], um die Vorwürfe zu prüfen und Konsequenzen einzufordern.

Die Linksjugend [’solid] selbst wies Vorwürfe zurück, die DDR oder ähnliche Regime zu unterstützen. In einer Stellungnahme verwies die Gruppe auf das Fehlen demokratischer Strukturen, massive Rechteeinschränkungen und staatliche Repression als Gründe für ihre Ablehnung solcher Systeme.

Die Linke machte deutlich, dass sie jede positive Bezugnahme auf Stalinismus, die DDR oder antisemitische Äußerungen zurückweist. Auch Politiker der Partei auf Landesebene zeigten sich empört über die Aussagen. Die laufenden Gespräche zielen darauf ab, das Problem aufzuarbeiten und Verantwortliche zur Rechenschaft zu ziehen.

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