Marzahn Pride 2023: Ein Zeichen gegen Diskriminierung und für queere Geflüchtete
Waldtraut TröstMarzahn Pride 2023: Ein Zeichen gegen Diskriminierung und für queere Geflüchtete
Der Marzahn Pride Umzug kehrt am 23. September zum siebten Mal zurück. Die von Quarteera e.V. organisierte Veranstaltung beginnt um 12 Uhr an der Allee der Kosmonauten, gefolgt von einem queeren Nachbarschaftsfest ab 14:30 Uhr. In diesem Jahr steht der Marsch besonders im Zeichen der Herausforderungen, denen queere Geflüchtete und Migrant:innen im Bezirk gegenüberstehen.
In Marzahn hat es in letzter Zeit eine Zunahme rechtsextremer Aktivitäten gegeben. Laut dem Berliner Register diskriminierender Vorfälle nehmen Propaganda und körperliche Angriffe in der Gegend zu. 2022 war der Umzug selbst Ziel von Drohungen durch die rechtsextreme Gruppe Deutsche Jugend Voran.
Trotzdem gab es 2023 bisher keine organisierten Gegenproteste gegen den Marzahn Pride. Vanessa Krah, die Queer-Beauftragte des Bezirks, mahnt jedoch zur Wachsamkeit: Fast die Hälfte aller Pride-Veranstaltungen in Deutschland wurde im vergangenen Jahr gestört. Angesichts der großen Migrant:innen-Gemeinschaft im Bezirk unterstreicht das Event die Bedeutung des Themas Diskriminierung.
Der Umzug findet wie geplant statt – mit einer klaren Botschaft der Solidarität. Die Organisator:innen wollen auf die Kämpfe marginalisierter Gruppen innerhalb der queeren Community aufmerksam machen. Sicherheitsvorkehrungen bleiben bestehen, um die Sicherheit der Veranstaltung zu gewährleisten.






