05 June 2026, 14:50

Matthias Hundt bleibt trotz Rücknahme seines Rücktritts vor der Entlassung

Senat bereitet Entlassung von Staatssekretär Hundt vor

Matthias Hundt bleibt trotz Rücknahme seines Rücktritts vor der Entlassung

Berlins Staatssekretär für Digitalisierung, Matthias Hundt, nimmt seinen Rücktritt zurück – doch die Entlassung steht dennoch bevor. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender juristischer und finanzieller Ermittlungen im Zusammenhang mit seinen früheren geschäftlichen Aktivitäten. Die Behörden bereiten nun seine Absetzung aus dem Regierungsamt vor.

Hundt hatte zunächst seinen Rücktritt angeboten, diesen später jedoch widerrufen. Als Grund nannte er Frustration über Medienberichte und bestritt jegliches Fehlverhalten. Seine Entscheidung im Amt zu bleiben, hat den Senat jedoch nicht davon abgehalten, die Pläne für seine Entlassung voranzutreiben. Eine endgültige Entscheidung wird für Dienstag erwartet.

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Am 25. November 2025 begann das Insolvenzverfahren gegen seine Beratungsfirma SDC Sachsen Digital Consulting GmbH. Die Staatsanwaltschaft Dresden prüft Hundts Rolle beim Zusammenbruch des Unternehmens. Unabhängig davon untersucht die Deutsche Rentenversicherung, ob während seiner Tätigkeit dort Sozialabgaben vorenthalten wurden.

Zudem war Hundt bis Herbst 2024 externer Geschäftsführer der Humboldt Capture Germany GmbH gewesen – anders als bei der SDC besaß er hier jedoch keine Unternehmensanteile. Trotz der Vorwürfe steht ihm eine Abfindung in Höhe von rund 72.000 Euro zu, was sechs Monatsgehältern entspricht.

Das Entlassungsverfahren des Senats soll in den kommenden Tagen abgeschlossen werden. Parallel laufen weiterhin Ermittlungen zu Hundts Geschäftspraktiken. Selbst im Falle einer Entlassung würde er laut Vertragsanspruch eine finanzielle Abfindung erhalten.

Quelle