Mieterverein Pforzheim erhöht Beiträge nach 30 Jahren erstmals – warum jetzt?
Niko CichoriusMieterverein Pforzheim erhöht Beiträge nach 30 Jahren erstmals – warum jetzt?
Mieterverein Pforzheim erhöht Mitgliedsbeiträge für langjährige Mitglieder nach fast 30 Jahren ohne Anpassung
Der Mieterverein Pforzheim hat die Mitgliedsbeiträge für langjährige Mitglieder erhöht – erstmals seit fast drei Jahrzehnten. Auf der letzten Jahresversammlung wurde ein Antrag verabschiedet, der die Gebühren von 30 auf 42 Euro pro Jahr anhebt. Mit 6.172 Mitgliedern (Stand Dezember 2016) verzeichnet die Organisation zudem eine wachsende Nachfrage nach ihren Beratungsangeboten.
Von der Beitragserhöhung betroffen sind Mitglieder, die seit sieben Jahren oder länger dabei sind. Für diese Gruppe gab es die letzte Anpassung im Jahr 1987. Mehr als die Hälfte der aktuellen Mitglieder – 56 Prozent – gehört bereits acht Jahre oder länger dem Verein an, sodass die Erhöhung einen Großteil der Mitgliedschaft betrifft.
Der Vorstand begründete die Anpassung mit dem ausgebauten Beratungsprogramm des Vereins, das zunehmend stärker nachgefragt wird. Geschäftsführer Hans Röttges verwies zudem auf anhaltende Herausforderungen und betonte, dass viele Mietpreiserhöhungen in der Region als ungerechtfertigt und überzogen eingestuft würden. Gleichzeitig wies Udo Casper, Landesgeschäftsführer des Verbandes, auf die allgemeine Wohnungsnot hin und bezeichnete bezahlbaren Wohnraum in Städten als "seltene Ware".
Künftig zahlen langjährige Mitglieder jährlich 42 Euro statt bisher 30 Euro. Die Änderung erfolgt zu einer Zeit, in der der Verein Mieter bei steigenden Mieten und begrenzten Wohnungsangeboten unterstützt. Die Entscheidung spiegelt sowohl die finanziellen Erfordernisse der Organisation als auch ihr Engagement wider, die Beratungsdienste für die Mitglieder aufrechtzuerhalten.






