24 March 2026, 22:20

Minimales Leck im stillgelegten AKW Philippsburg – doch wie gefährlich war es wirklich?

Gelbes Warnschild mit schwarzer "Strahlung Warnung"-Aufschrift und radioaktivem Symbol auf einem weißen Hintergrund.

Minimales Leck im stillgelegten AKW Philippsburg – doch wie gefährlich war es wirklich?

Kleines Leck im stillgelegten Block 1 des Kernkraftwerks Philippsburg am 10. März 2026 entdeckt

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Im stillgelegten Block 1 des Kernkraftwerks Philippsburg wurde am 10. März 2026 ein geringfügiges Leck festgestellt. Der Betreiber entdeckte Korrosion an zwei Rohrverbindungen eines Wassertanks, der zur Behandlung potenziell radioaktiver Abwässer dient. Die Behörden bestätigten, dass keine Gefahr für Mitarbeiter oder die Umgebung bestand.

Die Undichtigkeiten traten an einem Tank auf, der mit der Anlage zur Behandlung radioaktiver Abwässer verbunden ist. Die ausgetretene Flüssigkeit floss über einen Bodenablauf zurück in den vorgesehenen Auffangbereich, sodass es zu keiner unkontrollierten Freisetzung kam. Unter dem Leck wurden Spuren von Radioaktivität nachgewiesen, Messungen ergaben jedoch keine Gefährdung für das Personal.

Der Vorfall wurde nach deutschen Melderichtlinien für kerntechnische Anlagen in die Kategorie N eingestuft und erhielt auf der INES-Skala die Bewertung 0, was bedeutet, dass er keine sicherheitstechnische Bedeutung hatte. Das betroffene System ist ausschließlich darauf ausgelegt, radioaktive Stoffe zurückzuhalten, sodass es zu keiner weiteren Kontamination kam.

Die Schäden wurden umgehend mit Schellen abgedichtet. Langfristig ist der Austausch des betroffenen Wassertanks geplant. Der Vorfall ereignete sich nach dem vollständigen Atomausstieg Deutschlands, der im April 2023 mit der Abschaltung der letzten drei Reaktoren – Isar 2, Emsland und Neckarwestheim 2 – abgeschlossen wurde. Seit 2020 wurden keine weiteren Meldungen im Zusammenhang mit Stilllegungsarbeiten registriert.

Das Ereignis in Philippsburg stellte keine Bedrohung für Menschen oder die Umwelt dar. Die Leckagen wurden eingedämmt und behoben, ohne dass langfristige Folgen blieben. Die Anlage bleibt während der weiteren Rückbauarbeiten unter Beobachtung.

Quelle