NC-Studiengänge werden seltener: Immer mehr Fächer ohne Notenhürden
Kazim HoffmannNC-Studiengänge werden seltener: Immer mehr Fächer ohne Notenhürden
Zahl der zulassungsbeschränkten Studiengänge in Deutschland stark gesunken
Allein in Hamburg ist der Anteil der Studienplätze mit Numerus Clausus innerhalb von nur zwei Jahren von 62,4 auf 37,6 Prozent gefallen. Bundesweit gelten für Bachelorstudiengänge mittlerweile deutlich weniger Zugangsbeschränkungen.
Noch vor einem Jahrzehnt erforderte fast die Hälfte aller Bachelorprogramme bestimmte Abschlussnoten. Heute unterliegen nur noch 31,6 Prozent der Studiengänge solchen Hürden – ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Das bedeutet: Sieben von zehn grundständigen Studiengängen nehmen mittlerweile Studierende unabhängig von ihren Schulnoten auf.
Die Entwicklung fällt regional unterschiedlich aus. Berlin verzeichnet aktuell mit 53,5 Prozent den höchsten Anteil an zulassungsbeschränkten Studiengängen, gefolgt von Baden-Württemberg mit 46,2 Prozent. Deutlich bessere Chancen für Bewerberinnen und Bewerber bieten dagegen Thüringen, Brandenburg und Rheinland-Pfalz: Hier ist weniger als jeder fünfte Studiengang mit Zugangsbeschränkungen belegt.
Bis zum Wintersemester 2026/27 werden voraussichtlich mehr als zwei Drittel aller Studienprogramme in Deutschland für alle Interessierten offenstehen. Der Rückgang der Zulassungsbeschränkungen spiegelt einen grundlegenden Wandel hin zu mehr Durchlässigkeit in der Hochschulbildung wider. Studierende sehen sich bei der Wahl ihres Wunschfachs immer weniger Hürden gegenüber.
