Pforzheim will Kulturhauptstadt Europas 2025 werden – doch die Finanzierung ist ungewiss
Niko CichoriusPforzheim will Kulturhauptstadt Europas 2025 werden – doch die Finanzierung ist ungewiss
Pforzheim bewirbt sich um den Titel "Kulturhauptstadt Europas 2025"
Pforzheim prüft eine Bewerbung als Kulturhauptstadt Europas für das Jahr 2025. Oberbürgermeister Peter Boch und seine Stellvertreterin Sibylle Schüssler stellten die Pläne im Stadtrat vor und skizzierten dabei sowohl Chancen als auch Herausforderungen. Bevor die Stadt weiter voranschreitet, stehen nun entscheidende Weichenstellungen in puncto Finanzierung und Planung an.
Der offizielle Wettbewerbsprozess startete am 24. September 2028. Dr. Ulrich Fuchs, Vorsitzender der Jury, besuchte Pforzheim, um mögliche Themen, Projekte und finanzielle Anforderungen der Bewerbung zu erörtern. Er betonte, dass Städte ihre bestehenden Kulturhaushalte nicht kürzen dürfen, um die Bewerbung zu finanzieren.
Stadtrat und Verwaltung einigten sich darauf, die inhaltliche Ausgestaltung der Bewerbung präzise zu definieren. Dieser Schritt soll helfen, den Bedarf an öffentlichen Mitteln abzuschätzen. Dr. Fuchs machte deutlich, dass private Sponsoren zwar Kosten decken können, diese Gelder jedoch nur ergänzend – nicht als Ersatz für öffentliche Förderung – eingesetzt werden dürfen.
Bis November soll ein konkreter Beschlussvorschlag des Rates vorliegen. Zudem wurde die Verwaltung angewiesen, vor der Einreichung der Bewerbung die vollständige private Finanzierung zu sichern. Unterdessen findet Mitte Oktober in Berlin die erste öffentliche Präsentation der interessierten Städte statt.
Ob Pforzheim die Bewerbung um den Titel Kulturhauptstadt 2025 weiterverfolgt, hängt davon ab, ob private Mittel akquiriert werden und die öffentlichen Kulturausgaben aufrechterhalten bleiben. Die nächsten Schritte des Rates umfassen die Finalisierung eines Konzepts bis November sowie die Sicherstellung der finanziellen Zusagen. Das Ergebnis wird zeigen, ob die Stadt im Wettbewerb bleibt.






