Wie junge Menschen auf dem Land ihre Dörfer aktiv mitgestalten
Junge Menschen in ländlichen Regionen erhalten zunehmend mehr Möglichkeiten, ihre Gemeinden mitzugestalten. Programme wie Jugend Bewegt und lokale Jugendparlamente helfen ihnen, eine aktive Rolle zu übernehmen. Diese Initiativen sollen junge Einwohner einbinden und gleichzeitig ihre Städte und Dörfer für die Zukunft verbessern.
Das Programm Jugend Bewegt wurde 2012 von der Jugendstiftung Baden-Württemberg und dem Landesjugendring ins Leben gerufen. Es bietet Kommunen bis zu zwei Jahre lang Beratung und Unterstützung, um Jugendliche in Entscheidungsprozesse einzubinden. Bisher haben über 40 Städte und Gemeinden in der Region das Konzept übernommen.
Ein langjähriges Beispiel ist das Jugendparlament in Lingen, das seit mehr als 20 Jahren besteht. Die Gruppe verfügt über ein eigenes Budget, mit dem Mitglieder Projekte wie bessere Radwege oder Verkehrsicherheitsmaßnahmen finanzieren können. Lokale Verantwortliche sehen diese finanzielle Unabhängigkeit als Schlüssel zum Erfolg des Parlaments.
In Kulmbach bringt die Zukunftswerkstatt junge Einwohner für eine dreistündige Sitzung zusammen. Dort entwickeln sie eine Vision für eine jugendfreundlichere Gemeinde. Die Organisatoren sind überzeugt, dass echte Mitbestimmung Extremismus vorbeugen und junge Menschen davon abhalten kann, die ländlichen Regionen zu verlassen.
Diese Projekte zeigen, wie Jugendbeteiligung in Kleinstädten einen Unterschied machen kann. Durch die Förderung von Ideen und gezielte Unterstützung helfen Programme wie Jugend Bewegt jungen Menschen, lokale Entscheidungen mitzugestalten. Die Hoffnung ist, dass immer mehr Gemeinden diesem Beispiel folgen und ländlichen Jugendlichen eine stärkere Stimme geben, um ihre Zukunft aktiv mitzuprägen.






