24 March 2026, 22:23

Pforzheimer Polizei startet Social-Media-Kampagne für mehr Spurdisziplin auf Autobahnen

Grüne Autobahnschilder mit der Aufschrift "Verboten auf der Autobahn" mit Fahrzeugen, Laternenpfählen, Bäumen, Gebäuden und bewölktem Himmel im Hintergrund.

Pforzheimer Polizei startet Social-Media-Kampagne für mehr Spurdisziplin auf Autobahnen

Die Polizei in Pforzheim hat eine Social-Media-Kampagne gestartet, um Autofahrer an die "Rechtsfahrgebot"-Regel auf Autobahnen zu erinnern. Die Initiative rückt langjährige Verkehrsregeln in den Fokus, die vorsehen, dass Fahrzeuge möglichst weit rechts fahren müssen. Obwohl die Aktion sowohl Zustimmung als auch Kritik hervorruft, zielt sie darauf ab, Frustration zu verringern und die Verkehrssicherheit zu erhöhen.

Die deutsche Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) schreibt klar vor, dass Autofahrer so weit wie möglich die rechte Spur nutzen müssen. Auf zweispurigen Straßen ist die rechte Fahrbahn zu befahren, wenn sie frei ist. Auf dreispurigen Straßen besteht nicht immer die Pflicht, sofort auf die äußerste rechte Spur zurückzukehren, wenn kurz darauf ein weiteres Überholmanöver ansteht.

Die Regeln behandeln auch das Überholen auf der rechten Seite, das auf Autobahnen grundsätzlich verboten ist. Ausnahmen gelten in städtischen Gebieten mit mehreren markierten Spuren, in der Nähe von Ampeln oder bei zähfließendem Verkehr unter 60 km/h. Bußgelder für illegales Überholen beginnen bei 30 Euro innerorts und steigen außerorts auf bis zu 100 Euro an – zusätzlich gibt es einen Punkt in Flensburg.

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Langsames Fahren auf der Mittelspur, während die rechte Spur frei ist, führt häufig zu Verärgerung bei anderen Verkehrsteilnehmern. Es kann auch gefährliche Situationen schaffen, etwa wenn riskante Überholmanöver erzwungen werden. Zwar gibt es auf Autobahnen keine festgelegte Mindestgeschwindigkeit, doch Fahrzeuge dürfen nicht unnötig langsam fahren, wenn dadurch der Verkehrsfluss behindert wird.

Die Kampagne der Pforzheimer Polizei betont, dass aggressives Fahrverhalten – wie Drängeln, abruptes Spurwechseln oder Lichthupe als Einschüchterung – nicht nur illegal, sondern auch gefährlich ist. Die 20-Sekunden-Regel dient als grober Richtwert, wann Fahrer nach einem Überholvorgang wieder auf die rechte Spur wechseln sollten.

Das Rechtsfahrgebot bleibt ein zentraler Bestandteil des deutschen Verkehrsrechts und soll für einen flüssigen Verkehrsablauf sorgen sowie Gefahren minimieren. Die Bemühungen der Polizei, durch Social Media für mehr Bewusstsein zu werben, spiegeln anhaltende Bedenken hinsichtlich der Spurdisziplin wider. Wer die Regeln ignoriert, riskiert Bußgelder, Punkte in Flensburg und erhöht die Gefahren auf der Straße.

Quelle