Pizzalieferanten mit gefälschten Ausweisen in Ludwigsburg festgenommen
Joachim RosePizzalieferanten mit gefälschten Ausweisen in Ludwigsburg festgenommen
Zwei Lieferfahrer eines Pizzadienstes in Ludwigsburg sind festgenommen worden, weil sie gefälschte Ausweisdokumente verwendet haben sollen. Bei den Beschuldigten handelt es sich um zwei indische Staatsbürger im Alter von 28 und 36 Jahren, die bei einer Routinekontrolle einen griechischen Pass sowie einen bulgarischen Personalausweis vorlegten. Die Behörden bestätigten mit Hilfe eines Prüfgeräts, dass die Papiere Fälschungen waren.
Gegen die Männer wird nun wegen illegalen Aufenthalts, unerlaubter Beschäftigung und Urkundenfälschung ermittelt. Obwohl Haftbefehle erlassen wurden, hinterlegten beide Beschuldigte jeweils eine Sicherheit von 2.500 Euro, wodurch die Untersuchungshaft vorerst ausgesetzt wurde.
Der Fall steht im Zusammenhang mit einer verstärkten Kontrollwelle gegen gefälschte Dokumente und illegale Arbeit in Süddeutschland. Allein in den Jahren 2024 und 2025 deckten Finanzermittlungsbehörden und andere Stellen rund 1.200 Fälle auf. In Baden-Württemberg waren es 450 Fälle, darunter eine Razzia in Stuttgart im Juni 2025 mit 150 Beteiligten. Bayern verzeichnete 750 Fälle, etwa eine Großkontrolle in München im Oktober 2024 mit 200 Beschuldigten.
Sobald die rechtlichen Verfahren abgeschlossen sind, droht den beiden Männern die Abschiebung aus Deutschland.
Der Fall unterstreicht die anhaltenden Bemühungen der Behörden, gegen gefälschte Ausweisdokumente und illegale Beschäftigung in der Region vorzugehen. Durch gezielte Arbeitsplatzkontrollen und Identitätsüberprüfungen soll weiteren Straftaten vorgebeugt werden. Das Ergebnis dieses Verfahrens wird zeigen, ob gegen die Beschuldigten zusätzliche Anklagepunkte erhoben werden.






