"Radikale Freundlichkeit": Wie Humor und Dankbarkeit den Alltagsfrust vertreiben
Niko Cichorius"Radikale Freundlichkeit": Wie Humor und Dankbarkeit den Alltagsfrust vertreiben
Ein neues Buch mit dem Titel *„Radikale Freundlichkeit“ bietet ungewöhnliche Ratschläge für den Umgang mit alltäglichen Frustrationen. Die Autorin schlägt vor, Ärger durch Humor und Dankbarkeit zu ersetzen – selbst bei kleinen Ärgernissen wie überfüllten Bäckereien oder geklauten Parkplätzen.
Das Buch untersucht, wie verschiedene Kulturen mit Frust umgehen. Die Österreicher etwa verfügen über mehr als 50 Wörter für „Idiot“, von „Dodel“ bis „Nudelaug“. Fluchen wird dort mit einer Energiequelle oder gar einer Form von Yoga verglichen. Langsame Fahrer auf der Südautobahn gelten scherzhaft als so belebend wie ein koffeinfreies Getränk.
Die Autorin plädiert für einen sanfteren Umgang mit Selbstkritik. Statt harter Verurteilungen empfiehlt sie spielerische Bezeichnungen wie „kognitiver Minimalist“. Die Idee: Ärger – ob gegen sich selbst oder andere gerichtet – mit Freundlichkeit zu begegnen. Das Buch ermutigt zu kleinen, aber praktischen Perspektivwechseln. Indem man Menschen für kleine Unannehmlichkeiten dankt, könne der Alltag entspannter werden, so die These. Mit kulturellen Eigenheiten und Humor als Werkzeug wirbt das Buch für eine gelassenere Grundhaltung.**
