Renaturierung von Gewässern: Wie Ökologie und Hochwasserschutz Hand in Hand gehen
Kazim HoffmannRenaturierung von Gewässern: Wie Ökologie und Hochwasserschutz Hand in Hand gehen
Umweltminister André Baumann und der Landtagsabgeordnete Rüdiger Tonojan besichtigten am 27. März 2026 Renaturierungsprojekte an Gewässern in Bahlingen, Riegel und Teningen. Die Exkursion stand im Zeichen der Bemühungen, Ökologie, Hochwasserschutz und biologische Vielfalt in der Region zu verbessern.
In Bahlingen begutachteten die Verantwortlichen ein abgeschlossenes Projekt an der Glotter. Der renaturierte Abschnitt bietet nun bessere Lebensräume für Tiere und einen verstärkten Schutz vor Überschwemmungen.
Die Gespräche in Riegel und Teningen konzentrierten sich auf die Herausforderungen bei der Umsetzung von Renaturierungsplänen. Bürokratische Hürden und übermäßige Vorschriften wurden von lokalen Vertretern als zentrale Probleme genannt. Viele schlugen vor, dass kleinere Maßnahmen wie das Einbringen von Totholz oder die Verbreiterung von Uferbereichen leichter im Rahmen regulärer Instandhaltungsarbeiten umgesetzt werden könnten.
Einig war sich die Gruppe darin, dass die Renaturierung von Gewässern entscheidend für die Anpassung an den Klimawandel, die Artenvielfalt und die regionale Entwicklung ist. Gleichzeitig betonten sie die Notwendigkeit, künftige Projekte zu beschleunigen und zu vereinfachen. Zwar liegen für den Landkreis Emmendingen noch keine konkreten Zahlen vor, doch wurde als erfolgreiches Beispiel die Renaturierung des Roche-Rheinufers in Grenzach-Wyhlen genannt, die um 2022 abgeschlossen wurde.
Ziel des Besuchs war es, Wege zu erkunden, wie ökologische Verbesserungen mit praktischem Hochwasserschutz in Einklang gebracht werden können. Besonders kleinere Fließgewässer wurden als vielversprechend für Renaturierungsmaßnahmen identifiziert.
Die Exkursion unterstrich die Bedeutung effizienterer Abläufe bei der Gewässerenaturierung. Lokale und Landesvertreter wollen sich nun für schnellere und unkompliziertere Maßnahmen einsetzen. Im Fokus bleibt die Verbindung ökologischer Vorteile mit einer robusten Hochwasserresilienz in zukünftigen Projekten.






