26 June 2026, 12:15

Rentenreform 2024: Höheres Eintrittsalter und Ende der Frühverrentung geplant

Rentenreform und Lebensarbeitszeit

Rentenreform 2024: Höheres Eintrittsalter und Ende der Frühverrentung geplant

Die Rentenkommission hat weitreichende Reformen für das deutsche Rentensystem vorgeschlagen. Dazu gehören eine Anhebung des Renteneintrittsalters sowie die Abschaffung der abschlagsfreien Frühverrentung nach 45 Beitragsjahren. Die Bundesregierung will die Pläne vorantreiben, was für die meisten Arbeitnehmer bedeutet, länger im Berufsleben zu bleiben.

Aktuell gilt in Deutschland für alle Arbeitnehmer dasselbe Renteneintrittsalter: Wer nach 1964 geboren wurde, kann mit 67 Jahren in Rente gehen. Die Kommission schlägt nun vor, das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung zu koppeln. Demnach würden Arbeitnehmer im Jahr 2041 erst mit 67,5 Jahren und im Jahr 2051 mit 68 Jahren in den Ruhestand gehen. Zudem lehnt die Kommission den Vorschlag ab, das Renteneintrittsalter an die Beitragsjahre zu binden.

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Die Pläne sehen vor, die Möglichkeit einer abschlagsfreien Frühverrentung nach 45 Arbeitsjahren zu streichen. Bundeskanzler Friedrich Merz argumentierte, dass Menschen, die später ins Berufsleben einsteigen, weniger eingezahlt hätten als jene, die mit 16 Jahren beginnen und 45 Jahre durchgehend arbeiten. Die Kommission räumt jedoch ein, dass Arbeitnehmer in körperlich anspruchsvollen Berufen Schwierigkeiten haben könnten, das neue Renteneintrittsalter zu erreichen, und fordert individuelle Gesundheitsprüfungen für einen vorzeitigen Rentenaustritt.

Akademiker, die in der Regel höher verdienen und eine höhere Lebenserwartung haben, würden von dem neuen System profitieren. Sie erhielten über einen längeren Zeitraum höhere Renten als andere Arbeitnehmer.

Die Reformen würden für die meisten Deutschen ein längeres Arbeitsleben bedeuten – insbesondere für jene ohne Hochschulabschluss. Arbeitnehmer in körperlich belastenden Jobs könnten zusätzliche Untersuchungen benötigen, um früher in Rente gehen zu können. Die Regierung beabsichtigt, die Änderungen umzusetzen und damit die Berechnung und den Zugang zu Renten grundlegend zu verändern.

Quelle