SPD und DGB fordern verpflichtende betriebliche Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer
Joachim RoseSPD und DGB fordern verpflichtende betriebliche Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer
Die SPD-Bundestagsfraktion hat sich hinter einen neuen Rentenreformvorschlag gestellt. Der vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) eingebrachte Plan sieht eine verpflichtende betriebliche Altersvorsorge vor. Fraktionsvertreter argumentieren, dass dieser Schritt zu höheren Rentenansprüchen für Arbeitnehmer in ganz Deutschland beitragen würde.
DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi hatte die Forderung nach einem obligatorischen betrieblichen Rentensystem erstmals konkretisiert. Dem Vorschlag zufolge müssten Arbeitgeber gesetzlich verpflichtet werden, in einen Fonds für ihre Beschäftigten einzuzahlen. Die Gewerkschaftschefin betonte, dass ohne verbindliche Beiträge viele Arbeitnehmer im Alter mit finanziellen Engpässen rechnen müssten.
Dagmar Schmidt, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion, teilte diese Sorge. Sie bestand darauf, dass Arbeitgeber mindestens einen gleich hohen Anteil in das System einzahlen müssten. Schmidt warnte zudem, dass die aktuellen Rentenregelungen unzureichend seien und künftige Rentner in prekäre finanzielle Lagen brächten.
Die SPD hat den DGB-Vorschlag nun offiziell begrüßt. Parteimitglieder bezeichnen ihn als notwendigen Schritt hin zu einer stärkeren Alterssicherung. Voluntäre Modelle hätten versagt, heißt es – daher sei eine verpflichtende Lösung der einzige gangbare Weg.
Mit der Unterstützung der SPD gewinnt der Vorschlag nun an politischer Dynamik. Sollte er umgesetzt werden, müssten Arbeitgeber die Beiträge ihrer Beschäftigten zur betrieblichen Altersvorsorge mindestens in gleicher Höhe aufstocken. Ziel der Reform ist es, die Versorgungslücken in der Rente für Millionen deutscher Arbeitnehmer zu schließen.






